Vittorio Colao verlässt Vodafone - Aktie reagiert verunsichert

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Überraschend kündigte Firmenchef Vittorio Colao an, sich im Oktober nach zehn Jahren an der Vodafone-Spitze zurückzuziehen. Der Italiener hat sich mit mehreren aufsehenerregenden Transaktionen einen Namen in der Branche gemacht.

Der Umsatz von Vodafone ging in den zwölf Monaten bis Ende März hauptsächlich wegen des Verkaufs des Festnetzgeschäfts in den Niederlanden und wegen Währungseffekten um 2,2 Prozent auf 46,6 Milliarden Euro zurück. $ seine Beteiligung am Joint-Venture mit Verizon (VZ 47.8742 -1.27%). Das Unternehmen teilte in London mit, dass es sich unter der Führung von Colao von einem verbraucherorientierten Mobilfunkbetreiber zu einem weltweit führenden Kommunikationsunternehmen entwickelt hat. Colao hat den milliardenschweren Kauf von Unitymedia und weiteren Europa-Aktivitäten des US-Kabelnetzbetreibers Liberty Global eingetütet, der in der vergangenen Woche bekanntgegeben wurde. Colaos Nachfolger Read gilt als Co-Architekt dieses lange erwarteten Deals. Einige Beobachter vermuten, dass es den passionierten Radsportler in die italienische Politik ziehen könnte.

Der Telekommunikationskonzern Vodafone hat wieder schwarze Zahlen geschrieben, denn nach zwei Jahren mit hohen Milliardenverlusten verdiente Vodafone im jüngsten Geschäftsjahr 2,79 Milliarden Euro. €. Im Vorjahr hatte eine Milliarden-Abschreibung in Indien den Konzern tief in die roten Zahlen getrieben. In Deutschland legte der Service-Umsatz des Telekom-Konkurrenten dank neuer Breitbandkunden bereinigt um 2,6 Prozent zu.

In Indien kämpft der Konzern weiterhin mit Problemen. Vodafone will dem scharfen Wettbewerb in dem Schwellenland durch den Zusammenschluss mit Idea Cellular begegnen, der im kommenden Monat über die Bühne gehen soll. Das wäre deutlich weniger als zuletzt, als es um fast 12% auf 14,7 Mrd.

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