Tote Siebenjährige in Wien: Nachbar gesteht Tat

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Er gab an eine "allgemeine Wut" verspürt zu haben, so Oberst Gerhard Haimeder, der stellvertretende Leiter des Ermittlungsdienstes, am Dienstag der Pressekonferenz. Ein Jugendlicher soll die Tat gestanden haben. Laut Polizei habe der Nachbar des Mädchens kein erkennbares Motiv gehabt. Der 16-Jährige soll sie dann ins Badezimmer dirigiert, in die Duschwanne gestoßen und mit einem Küchenmesser attackiert haben.

Das Mädchen kannte die Familie des Burschen und habe sich am Freitag mit dem Verdächtigen alleine in der Wohnung aufgehalten. Der Kopf sei nach der Tat fast abgetrennt gewesen. Spürhunde wurden auf die Wohnung des mutmaßlichen Täters aufmerksam. Der Verdächtige, ein Gymnasiast, habe ein Geständnis ohne Reue abgelegt. Der nicht vorbestrafte Tatverdächtige sei ein guter Schüler und bisher unauffällig gewesen. Die Familien lebten seit Jahren in der selben Wohnanlage und seien befreundet gewesen. "Die Festnahme erfolgte in der Nacht". Spekulationen zum Motiv, wonach es sich um eine "Familienfehde" gehandelt haben könnte, seien derzeit "nur Mutmaßungen". Das Kind war durch einen Stich in den Hals getötet worden. Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch gibt es laut Ermittlern nicht.

Das Volksschulkind war am Freitagnachmittag verschwunden und zuletzt am Spielplatz im Innenhof gesehen worden, ehe Samstagfrüh die Leiche des Mädchens in Plastik gewickelt in einem Müllcontainer entdeckt wurde.

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