Razzia gegen mutmaßliche Menschenschleuser

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Fünfstellige Geldbeträge bezahlen Vietnamesen für eine Ehe - und bekommen so das Aufenthaltsrecht in Deutschland.

Razzien in Berlin und Brandenburg: Die Polizei ist in Berlin und Brandenburg am Dienstagmorgen (15. mai 2018) mit einer groß angelegten Razzia gegen Menschenschleuser vorgegangen. "Wir haben die drei Hauptverdächtigen verhaftet und durchsuchen mehrere Wohnungen", erklärte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Aktion richte sich gegen eine deutsch-vietnamesische Bande, die unter anderem Scheinehen arrangiert haben soll.

Nach Ansicht der Polizei sollen die festgenommenen Schleuser Ehen gegen Bezahlung arrangiert und Paare zur Trauung nach Dänemark gebracht haben. "Dort wurden sie ganz normal getraut", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 20 Wohnungen wurden von insgesamt 220 Beamten durchsucht. Anschließend kehrten die Menschen demnach zurück nach Deutschland und gingen getrennte Wege. Bei den verhafteten Verdächtigen handelt es sich um zwei vietnamesische Männer im Alter von 35 und 57 Jahren und eine 26 Jahre alte Deutsche, namentlich handelt es sich um Sina K. (26), Minh B.

Den Ermittlern zufolge musste der vietnamesische Ehepartner für die Vermittlung der Scheinehe, mit dem er sich das Aufenthaltsrecht in Deutschland sicherte, fünfstellige Geldbeträge zahlen. Dem Kern der Bande sollen rund zehn Mitglieder angehören. Wie lange die Wohnungsdurchsuchungen noch dauern sollten, war in den Morgenstunden noch nicht abzusehen. Zwei davon liegen laut Polizei in Brandenburg, in den Gemeinden Ahrensfelde und Panketal.

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