Fachkräfte-Lücke in naturwissenschaftlichen Berufen wächst

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Michael Stahl vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall konstatierte bei der Nachfrage der Unternehmen "eine deutliche Verschiebung hin zu den Informatikern und beruflich ausgebildeten IT-Fachkräften". Immerhin trügen in Hessen schon überdurchschnittlich viele ausländische Arbeitnehmer zur MINT-Fachkräftesicherung bei.

BerlinFirmen in Deutschland suchen einer Umfrage zufolge etwa 315.000 Fachleute aus technischen Berufen. Die Fachkräfte-Lücke in der deutschen Wirtschaft bei naturwissenschaftlich-technischen Berufen ist laut einer Studie so groß wie nie. Die MINT-Lücke beträgt im Land derzeit bereits über 19.000 Arbeitskräfte, wie der heute erschienene MINT-Frühjahrsreport 2018 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Wie es um den Fachkräftemangel allerdings tatsächlich bestellt ist, dazu gibt es immer wieder unterschiedliche Ansichten, vor allem, wenn es um Arbeitsbedingungen, Ausbildung und Einwanderung geht. Der von der Regierung avisierte Pakt für Berufsbildung solle vor allem die Stärkung der Berufsorientierung und der Berufsschulen, die digitale Qualifizierung der Ausbilder in den Betrieben mit Unterstützung für kleinere Betriebe zur Erlangung der Ausbildungseignung verbinden. Dringend gesucht würden vor allem IT-Fachkräfte, ergab die Studie, die im Auftrag unter anderem der Arbeitgeberverbände und der Industrie erstellt wurde.

"Die aktuellen Engpässe in den MINT-Berufen wären sogar noch um rund 148.000 höher, wenn in den vergangenen Jahren die Beschäftigung von Ausländern nicht so dynamisch gewachsen wäre", sagte IW-Experte Axel Plünnecke. Aus Eritrea, Irak, Afghanistan und Syrien kamen der Studie zufolge im dritten Quartal 2017 fast 16.400 Mint-Beschäftigte, nachdem es ein Jahr zuvor 8.000 gewesen waren.

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