Deutsche Wirtschaft legt im ersten Quartal um 0,3 Prozent zu

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Zudem schwächten sich die Konsumausgaben des Staates erstmals seit knapp fünf Jahren ab und dämpften das Wirtschaftswachstum.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland hat sich Anfang 2018 wie erwartet abgeschwächt. Daneben verlor nach vorläufigen Berechnungen die außenwirtschaftliche Entwicklung an Dynamik, weil sowohl die Exporte als auch die Importe im Vergleich zum Vorquartal rückläufig waren.

Jobmotoren sind laut Statistischem Bundesamt vor allem Dienstleister, etwa für Unternehmen - 131.000 Arbeitsplätze mehr (+ 2,2 Prozent), für Öffentliche Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit wurden 210.000 Leute eingestellt (+ 1,9 Prozent).

Nach Angaben der Statistiker wurde das Wachstum vor allem von den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen gestützt, die kräftig zulegten. Im dritten Quartal 2017 war das kalenderbereinigte BIP um 2,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, im vierten Quartal 2017 um 2,9%. Die privaten Haushalte erhöhten ihre Konsumausgaben zum Jahresbeginn leicht.

Die Bundesregierung rechnet in diesem Jahr trotz des relativ schwachen Starts mit dem kräftigsten Wachstum seit 2011. Demnach soll das Bruttoinlandsprodukt um 2,3 Prozent zunehmen.

"Die deutsche Wirtschaft profitiert nach wie vor davon, dass gute Arbeitsmarktdaten und steigende Löhne die Binnennachfrage antreiben", sagte Gustav Horn, Direktor des gewerkschaftsnahen IMK-Instituts. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2018 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Zuwachs von 0,3 Prozent prognostiziert.

Aktienanleger bewerten die Aussichten für die deutsche Konjunktur wegen des Handelskonflikts weiterhin so schlecht wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Die gegenwärtige Lage schätzten die Experten etwas schlechter ein als zuletzt. Auch die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sehen in den insbesondere von den USA angeheizten internationalen Handelskonflikten ein Risiko für die exportorientierte deutsche Wirtschaft. Auch in Frankreich und Italien wurde lediglich ein Plus von 0,3 Prozent erreicht. Hier wird entscheidend sein, wie sich die globalen Handelskonflikte weiter entwickeln.

Damit bleibt der Euro-Raum konjunkturell hinter den USA zurück, deren BIP zu Jahresbeginn um 0,6 Prozent zulegte.

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