Vollgas für den 50. Grand-Prix-Sieg

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"Das Wichtigste ist, dass wir ein gutes Auto haben, mit dem wir in der Qualifikation arbeiten können", sagt Vettel nun vor dem Großen Preis von Spanien, bei dem er den 50. Sieg in seiner Karriere feiern kann. Gedanken an die WM? Diesmal scheint die Gelegenheit günstig.

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In seinem vierten Jahr bei Ferrari hat Vettel endlich das schnellste Auto des Feldes, eigentlich müsste der Vierfach-Champion vor dem Europa-Auftakt die WM-Führung nach seinen zwei Siegen in den ersten beiden Saisonrennen bequem anführen - doch tatsächlich liegt er wegen einiger unglücklicher Umstände vier Zähler hinter Hamilton. "Ich habe keine Ahnung, wie das Wochenende verlaufen wird", sagte der Brite: "Es gibt noch viele Unbekannte in dieser Saison". Ein Sieg von Vettel und er übernimmt vor dem Klassiker in Monte Carlo wieder die Spitze im Klassement. Neben Bottas, der nach seinem unverschuldeten späten Aus (Reifenschaden) in Aserbaidschan mehr als motiviert sein dürfte, haben die beiden Red-Bull-Piloten Daniel Ricciardo und ganz besonders Max Verstappen einiges nach ihrer peinlichen Kollision gutzumachen. Sie bekommen zwar weiter freie Fahrt, sollte es aber mal wieder zu wild werden, sollen die Renningenieure eingreifen.

Wie man auf dem Kurs in Katalonien gewinnt, weiß Verstappen jedenfalls. Der erst 20 Jahre alte Niederländer feierte vor zwei Jahren in Spanien seinen ersten Formel-1-Sieg. Vor dem fünften von 21 Rennen hat er aber bereits 52 Punkte Rückstand auf die Spitze. "Ferrari hat immer noch die Oberhand", fürchtete Hamilton. "Die ersten vier Rennen deuten klar darauf hin, dass uns eine Fortsetzung des Dreikampfes bevorsteht und dieser eher noch härter werden wird", prophezeit Silberpfeil-Chef Wolff. Dafür gibt es unter anderem eine werbefreie Übertragung des Rennens und Qualifyings, die Pressekonferenzen und Interviews mit den Stars wie Weltmeister Lewis Hamilton oder Vettel. Schon um 10.54 Uhr schlenderte der Ferrari-Star entspannt durch das Fahrerlager in Barcelona, ging die 4,655 Kilometer lange Strecke ab und zog sich dann ins monströse Ferrari-Motorhome mit seinen Ingenieuren zurück. Die Kräfteverhältnisse seien mit den vergangenen Jahren nicht vergleichbar. "Da waren wir vor allem im Qualifying über weite Strecken nicht konkurrenzfähig genug", sagte Vettel, der endlich seine Sehnsucht nach dem ersten Titel mit Ferrari stillen will.

Und ein Startplatz in Reihe eins ist nahezu eine Erfolgsgarantie: Nur dreimal startete der spätere Sieger in den bisher 27 Rennen auf dem Kurs nicht aus der ersten Reihe. Für den anstehenden Grand Prix in Barcelona hat der Heppenheimer aber Grund zum Optimismus.

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