Russland verweigert ARD-Dopingexperte Einreise

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Russland hat dem ARD-Doping-Experten Hajo Seppelt die Einreise verweigert.

Der Senderverbund spricht von einem "einmaligen Vorgang". Der Journalist wird damit nicht vor Ort von der Fußball-WM berichten können.

Das vom SWR für ihn beantragte Visum wurde für ungültig erklärt. Seppelt stehe auf der Liste der "unerwünschten Personen", teilte der TV-Sender am Freitag weiter mit. Nähere Angaben zu den Hintergründen der verweigerten Einreise seien von Seiten Russlands nicht gemacht worden. "Bei Sportgroßereignissen wie der Fußball-WM oder den Olympischen Spielen ist der freie Zugang für Medienvertreter aus aller Welt üblicherweise selbstverständlich und gehört auch zu den Voraussetzungen für die Vergabe an Ausrichterländer".

Der Doc weiß von nichts Doping bringt im Fußball nichts, sagt der Teamarzt des FC Bayern und der Nationalmannschaft - und verrät damit viel über die Selbstwahrnehmung der Branche.

Seppelt gilt als einer der anerkanntesten Doping-Experten. Er trug damit maßgeblich dazu bei, das russische Doping-System aufzudecken.

Im März verlängerte der Sender den Vertrag mit dem Dopingexperten. Für seine Sportsendungen "Geheimsache Doping".

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, wird so zitiert: "Mit großem Unverständnis habe ich zur Kenntnis genommen, dass Hajo Seppelt die Einreise zur Fußball-WM nach Russland verweigert werden soll". Er hoffe, dass die politischen Verantwortlichen ihre Entscheidung noch einmal überdenken.

Seit vielen Jahren berichtet Hajo Seppelt über russische Dopingfälle, doch bei der Fußball-Weltmeisterschaft wird er wohl zu Hause bleiben müssen.

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