Finanzskandal! Bonns Stadtdechant Monsignore Schumacher verzichtet auf alle Ämter

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Das Controlling des Erzbistums Köln habe ein über mehrere Jahre hinweg währendes Missmanagement durch den örtlichen Rendanten, den kirchlichen Finanzverwalter, festgestellt, berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Donnerstag.

Konkret: Mit dem Geld wurden Löcher im Etat der Pfarrgemeinde St. Zudem soll es bei Baumaßnahmen der Kirchengemeinde "zu Liquiditätsengpässen in vergleichbarer Höhe" gekommen sein.

Der Bonner Stadtdechant Monsignore Wilfried Schumacher verzichtet von Freitag an auf alle seine Ämter. Martin (Münsterpfarrei) gestopft. Die waren entstanden, weil zum Beispiel der Betrieb des "Münster-Carrés" defizitär gewesen ist. "Dies ist hier nicht geschehen", heißt es in der Mitteilung. Laut der Zeitung hat der inzwischen längerfristig krankgeschriebene Mitarbeiter sich aber nicht persönlich bereichert.

Zusammen mit der für die Kirchengemeinde St.

Monsignore Schumacher erkennt seine funktionale Verantwortung an und erklärt deshalb, mit sofortiger Wirkung auf die Aufgaben als Pfarrer der Pfarrei St. Martin Bonn und als Pfarrer der Kirchengemeinde St. Martin Bonn eine besondere Aufsichts- und Vermögensbetreuungspflicht.

Der Bonner Stadtdechant Wilfried Schumacher soll laut dem Zeitungsbericht entlassen werden. Schumacher wird vorgeworfen, bei dieser Verschiebung von Geldern seine Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Der Erzbischof hat den Verzicht angenommen.

Die Überprüfung und Ordnung der kirchengemeindlichen Finanzen wird mit Unterstützung der externen, unabhängigen Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft fortgesetzt.

Dementsprechend prüft das Erzbistum auch, welche Maßnahmen gegebenenfalls ergriffen werden müssen, um derartige Fälle in Zukunft zu verhindern. Die derzeitige Restaurierung der Münsterbasilika werde durch die Vorgänge nicht beeinträchtigt, hieß es. Die Aufgabe des Stadtdechanten übernimmt Pfarrer Bernd Kemmerling kommissarisch.

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