Bericht: Trinkwasser wird in Deutschland immer teurer

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Die Zeitung beruft sich auf eine Analyse der Grünen-Bundestagsfraktion, die Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden ausgewertet hat. Die "Saarbrücker Zeitung" hatte zuerst über die Auswertung berichtet.

Für Trinkwasser müssen die Bundesbürger immer tiefer in die Tasche greifen.

Dem Bericht zufolge erhöhten sich in den letzten Jahren die Trinkwasserkosten für einen Haushalt von zwei Personen um rund 50 Euro. Insbesondere zwischen 2014 und 2016 verschärfte sich der Kostenanstieg: Deutschlandweit stiegen die Trinkwasserpreise um 3,6 Prozent - die Inflationsrate betrug in dieser Zeit weniger als die Hälfte, und zwar 1,7 Prozent. Ein Ende des Anstiegs ist den Politikern zufolge nicht in Sicht.

Allerdings geht dem Bericht zufolge laut Bundesumweltministerium seit mehr als 15 Jahren der Wasserverbrauch in Deutschland zurück.

► Markus Tressel, Sprecher der Grünen für Ländliche Räume, moniert, dass die öffentlichen Subventionen für die Trinkwasserinfrastruktur teils zurückgingen, was den Verbraucher belaste. In den letzten drei Jahren schwankte die tägliche Nutzung zwischen 120 und 123 Litern Trinkwasser pro Person. Gülle, Pestizide und Medikamente, die insbesondere durch die Landwirtschaft ins Grundwasser gelangen, müssen aufwendig aus dem Wasser herausgefiltert werden, bevor es verzehrbar ist.

Genauso wie Karsten Specht, Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). Grund: Das Reinigen wird vor allem durch die steigende Nitratverschmutzung und die vermehrten Medikamentenrückstände immer teurer.

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