Netanjahu will Konfrontation mit Iran "besser jetzt als später"

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Die Drohne sei mit Sprengstoff beladen gewesen, berichtete das israelische Militär und sprach von einem "Angriff auf israelisches Hoheitsgebiet".

Aber wir dürfen es dem Iran nicht erlauben, Syrien in eine Militärbasis zu verwandeln - der (iranischen) Revolutionsgarden, der Luftwaffe, der Luftabwehr, ballistischer Raketen, die uns bedrohen. Diese Stellvertreterorganisationen würden vom Kommandeur des Auslandsarms des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) General Qasem Soleimani gelenkt.

Bei diesen Waffen handele es sich um Kampfdrohnen, Boden-Boden-Raketen und iranische Flugabwehrsysteme. Am kommenden Mittwoch will das israelische Militär weitere Erkenntnisse zum geplanten Angriff des Iran präsentieren. Auch Mittelstreckenraketen vom Typ Shehab mit einer Reichweite bis zu 1300 Kilometern sollen zur Verfügung stehen. Israel sei fest entschlossen, eine dauerhafte militärische Präsenz des Irans in Syrien zu verhindern. Auch ein Cyberangriff wird für möglich gehalten. Diese inszenierte Farce - für die sich Powell nach dem Ausscheiden aus seinem Amt vor der Weltöffentlichkeit entschuldigte - lieferte die Begründung für den Angriff der USA und ihrer Koalition der Willigen auf Irak am 20. März 2003. Es trat auch das Sicherheitskabinett zu einer Sitzung zusammen.

Benjamin Netanjahus spektakulärer Auftritt am 30. Mai vor laufenden Kameras wirkt wie ein Abziehbild jener verlogenen Show. "Energie-Minister Yuval Steinitz: "Lässt Assad von Syrien aus iranische Kräfte gegen Israel agieren, wird dies sein Ende sein". Die ersten Reiseziele des neuen Außenministers Pompeo und seine Erklärungen in Saudi-Arabien und Israel lassen diesbezüglich an Eindeutigkeit nichts vermissen. Seiner Ansicht nach versucht Teheran mit der von Iran unterstützten Hisbollah eine neue Frontlinie gegen Israel in Syrien zu errichten.

Der Atomdeal mit dem Iran wurde im Juli 2015 von den USA, China, Russland, Frankreich, Großbritannien und Deutschland ausgehandelt.

Durch diese gesteuerte Informationsverbreitung über Medien, die die Militärzensur zugelassen hat, verfolgen die Verantwortlichen in Israel mehrere Ziele: Zum einen soll die Bevölkerung auf mögliche Raketenangriffe vorbereitet werden. Israelische Kampfflugzeuge sollen zudem eine Stellung der Regierungstruppen in der Region Kisweh unter Beschuss genommen haben.

Trumps Entscheidung über die Zukunft des Atomabkommens mit dem Iran rückt näher.

Israels Beziehungen zu Russland seien gut, aber Moskau müsse verstehen, dass es für Israel "rote Linien" gebe, polterte Steinitz, der auch Mitglied des israelischen Sicherheitskabinetts ist. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, der Iran spiele eine effiziente und wichtige Rolle im Kampf gegen den internationalen Terrorismus, und betonte, dass das Vorgehen des Irans gegen den Terrorismus die Situation nicht nur in Syrien, sondern im ganzen Nahen Osten positiv beeinflusse. Der Urnengang fand am Sonntag statt, und die mit Iran verbündete Hisbollah ging gestärkt daraus hervor.

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