Voriges Jahr kamen 140.000 Züge nicht an

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Der größte Teil davon sind laut Regierungsangaben knapp 97.000 Züge, die im vergangenen Jahr zwar ihren Startbahnhof verließen, aber nie am Zielbahnhof ankamen. Das waren 0,7 Prozent aller geplanten Verbindungen. Mehr als 40.000 Züge oder 0,3 Prozent verließen nicht einmal ihren Startbahnhof.

Bei der Deutschen Bahn ist die Zahl der Zugausfälle im vergangenen Jahr gestiegen. Denn die Zahl der witterungsbedingten Weichenstörungen - etwa aufgrund von Schneefall - sei bis zum 23. April 2018 mit 746 bereits auffallend hoch gewesen. Im gesamten Jahr 2017 wurden 1155 Weichenstörungen gezählt.

Die meisten dieser Ausfälle seien auf die "heftigen Witterungseinflüsse der schweren Herbststürme" zurückzuführen, sagte Bahnsprecher Jürgen Kornmann. Für die Störungen werden regelmäßig Materialermüdung und zu geringe Investitionen verantwortlich gemacht.

Die Bundesregierung räumt in der Antwort auf die Anfrage ein, dass Zugausfälle nicht in die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn einfließen. Ihr Anteil werde innerhalb der Statistik des Unternehmens von der Grundgesamtheit aller planmäßig verkehrenden Züge im Personenverkehr abgezogen, zitierte die Zeitung aus der Antwort des Verkehrsministeriums an die Grünen-Fraktion. Dadurch würde die Pünktlichkeitsstatistik der Bahn verschlechtert. Die Bahn hat sich zum Ziel gesetzt, die Quote pünktlicher Züge jedes Jahr um einen Prozentpunkt zu steigern. Im Jahresdurchschnitt waren nur 78,5 Prozent der Fernzüge pünktlich. 2018 will die Bahn 82 Prozent erreichen.

Der Grünen-Bahnexperte Gastel kritisierte, damit sei klar, dass die Zuverlässigkeit im Bahnverkehr noch schlechter ausfalle als von der Statistik dargestellt.

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