Scholz will bessere Arbeitsbedingungen bei der Post

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Solche Entfristungskriterien bei Arbeitsverträgen sind nach Darstellung des DGB arbeitsrechtlich zwar nicht angreifbar. "Es ist an der Zeit, dass mit diesem Unfug aufgeräumt wird". Die LINKEN-Sprecherin für Mitbestimmung und Arbeit, Jutta Krellmann, forderte die Bundesregierung auf, eine Anti-Stress-Verordnung per Gesetz durchzusetzen.

Der deutsche Staat werde im Rahmen seiner Möglichkeiten als Anteilseigner darauf hinwirken, dass sich die Praxis ändere, teilte das Finanzministerium mit. Die Post ist ein Unternehmen mit indirekter Bundesbeteiligung.

Darüber hinaus war erst kürzlich bekannt geworden, dass die Deutsche Post intensiv um junge Menschen werben will. Darin heißt es demnach, dass Mitarbeiter in zwei Jahren nicht häufiger als sechsmal krank gewesen sein dürfen, beziehungsweise nicht mehr als 20 Krankheitstage angehäuft haben sollen. Auch wer mehr als zwei selbstverschuldete Autounfälle mit einem Schaden von über 5000 Euro verursacht, kann eine Festanstellung vergessen. Außerdem dürften Postboten in drei Monaten nicht mehr als 30 Stunden länger für ihre Touren gebraucht haben als vorgesehen.

Die Deutsche Post macht die Entfristung von Arbeitsverträgen laut einem Medienbericht von den Krankheitstagen ihrer Mitarbeiter abhängig. Die Aufregung darüber erschließe sich ihm nicht, sagte er. Die Tätigkeit des Postboten sei auch körperlich anstrengend. Im übrigen berücksichtige die Post immer das Gesamtbild.

"Ich bin davon überzeugt, dass die befristete Beschäftigung zurückgedrängt werden muss bei diesem Unternehmen genauso wie bei anderen, wir können das bei der Post nicht alleine durchsetzen, aber wir können den Einfluss nehmen, den wir haben". "Ich habe angewiesen, dass wir für alle Behörden und Folgebehörden der Bundesrepublik Deutschland die Zahl der sachgrundlos befristeten Beschäftigungsverhältnisse zum Beispiel einmal durchschauen und dafür sorgen werden, dass die Befristungsquoten gesenkt werden", sagte er. "Diejenigen, die für uns im Aufsichtsrat sitzen, haben sich vorgenommen, (.), darauf zu reagieren und die Gespräche schon vereinbart", sagte der SPD-Politiker und fügte hinzu: "Es wird gleich reagiert, damit es zu einer veränderten Praxis kommt, so weit wir das beeinflussen können". Peter Weiß (CDU), arbeitsmarktpolitischer Sprecher und Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der Union, kritisierte: "So ein Kriterienkatalog, wie er vorliegt, ist ein Quatsch und der Personalabteilung eines Großunternehmens unwürdig". Die "Bild"-Zeitung hat über die Vorgaben des Unternehmens berichtet". Scholz sagte bei Anne Will, es sei nicht hinzunehmen, dass Arbeitnehmer Probleme bei unbefristeten Verträgen bekämen, wenn sie zu oft krank seien oder zu langsam arbeiteten.

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