Nach dem Echo-Skandal: Bundesverdienstkreuz für Campino gefordert

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Der neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, fordert das Bundesverdienstkreuz für Campino, den Sänger der "Toten Hosen". Während der sogenannte Ethik-Rat kein Problem mit dem Schaffen von Kollegah und Farid Bang hatte und der Musikindustrie alles egal ist, solange die Kasse klingelt, war für den Punk-Musiker mit deren Echo-Nominierung der Gangster-Rapper eine Grenze überschritten. Er solle die Ehrung bekommen, "weil er vielleicht sogar langfristig unsere Gesellschaft verändert hat".

Es war der Skandal der diesjährigen ECHO-Verleihung. Dass im Vorfeld der Verleihung kaum einer empört gewesen sei, habe etwas mit der Verrohung der Gesellschaft zu tun.

Bei den Verantwortlichen der Echo-Verleihung habe ganz klar der Kommerz im Vordergrund gestanden. "Aber wenn die Gefühle von Holocaust-Überlebenden verletzt werden, muss Schluss sein mit dem Geschäftemachen", sagte Klein. Kollegah und Farid Bang waren aufgrund der Verkaufszahlen ihres Albums für den Musikpreis nominiert worden.

Nach ECHO-Eklat: Bundesverdienstkreuz für Campino?

Hier nachlesen, warum das "Echo"-Aus für unseren Redakteur die einzig mögliche Konsequenz war".

Klein hat sein Amt als Antisemitismusbeauftragter offiziell zum 1. Mai angetreten. Schon Ende April sagte er der Deutschen Presse-Agentur: "Der Fall der beiden Rapper und die darauf folgenden Reaktionen haben gezeigt, dass die grundlegenden Reflexe unserer Gesellschaft funktionieren".

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