Bericht: Unionsfraktionschefs fordern Wertekunde-Unterricht

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BerlinDie Chefs der Unionsfraktionen von Bund und Ländern wollen einem Zeitungsbericht zufolge für Kinder von Flüchtlingen einen "Wertekunde-Unterricht" an Schulen einführen. Zuletzt hatten sich bereits der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier öffentlich für einen solchen Schritt eingesetzt.

"Die Integration derer, die in Deutschland bleiben können, hat - nicht zuletzt zur Wahrung des gesellschaftlichen Friedens - Priorität".

Für eine erfolgreiche Integration gehöre über den notwendigen Willen zum Spracherwerb hinaus, Flüchtlingen die Werte und Grundregeln des deutschen Rechtsstaates zu vermitteln, heiße es in einem entsprechenden Entwurf.

Kinder von Flüchtlingen sollen in "Wertekunde" unterrichtet werden.

Ziel dieses Unterrichts sei es, "dass Flüchtlinge sich in unserem Werte-/Rechtsstaatssystem besser zurechtfinden können und ihnen gleichzeitig die Grenzen und Verpflichtungen unseres Rechtsstaates vermittelt werden", heißt es in dem Entwurf demnach weiter. Sprach- und Wertevermittlung sollten der "Regelbeschulung" vorgeschaltet sein. Inhalte sollen dabei Grundregeln des Rechtsstaats sein - zum Beispiel die Achtung der Menschenwürde, die Presse- und Meinungsfreiheit und die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer forderte die SPD auf, die von Innenminister Horst Seehofer (CSU) geplanten neuen Asyl- und Abschiebezentren nicht zu blockieren, aus denen nicht Asylberechtigte sofort wieder abgeschoben werden sollen. Beim Spitzentreffen der Unionsfraktionschefs aus dem Bund und den Ländern wird heute Kanzlerin Angela Merkel erwartet.

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