Aspirin kann Hautkrebs-Risiko verdoppeln - nur Männer sind gefährdet

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Das belegt eine Studie, an der rund 200.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 89 Jahren teilgenommen haben, wie das Fachblatt "Science Daily" bekannt gibt.

Männer, die täglich Aspirin nehmen, sind einem verdoppelten Hautkrebsrisiko ausgesetzt. Dr. Naronde betont, dass Männer aufgrund der Studienergebnisse keinesfalls eine derartige Therapie abbrechen sollten. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der englischsprachigen Fachzeitschrift "Journal of the American Academy of Dermatology". Das ergab eine aktuelle Forschung, über die das Fachportal "Science Daily" am Samstag berichtet.

Aber warum erhöht ausgerechnet Aspirin bei Männern das Hautkrebsrisiko? .

Wichtig: Aspirin wird häufig empfohlen, um das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls zu senken. Auch das Risiko anderer Krebsarten wie etwa Darm- oder Protatakrebs soll es angeblich senken helfen. Bei den Teilnehmern über 65 Jahren war es fast die Hälfte. Im Anschluss wurden die Probanden über fünf Jahre medizinisch überwacht. Die Gruppen wurden anschließend in Männer und Frauen unterteilt. Ihr Risiko sei um 1,83-fach höher als bei den restlichen Teilnehmern, denen das Schmerzmittel nicht verabreicht wurde.

Besonders kritisch sieht Dr. Beatrice Nardone, Vize-Studien-Leiterin an der Northwestern University Feinberg, die Ergebnisse hinsichtlich der breiten Anwendung des rezeptfreien Aspirin und der Auswirkungen in der klinischen Verwendung. Patienten und Ärzte sollten sich des erhöhten Krebsrisikos bei Männern bewusst sein.

Ein Grund, warum Männer anfälliger für Hautkrebs sein könnten, ist eine geringere Menge vor Hautkrebs schützender Enzyme, verglichen mit der Menge von Enzymen bei Frauen, sagen die Forscher. Die folglich erhöhte Zellschädigung trage dann zur Entstehung von sogenannten Melanomen bei.

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