Wegen Hitlergruß: Lokomotive Leipzig entlässt zwei Jugendtrainer

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Die Aufregung ist groß.

Als die Vereinsführung am vergangenen Mittwochnachmittag (2. Mai) über einen Vorgang in unserer B1-Jugendmannschaft vom vergangenen Wochenende in Kenntnis gesetzt wurde, entließ sie nach einem kurzen Gespräch mit den betreffenden Personen zwei Nachwuchs-Trainer und schloss einen davon aus dem Verein aus.

Die Spieler einer Jugendmannschaft von Lokomotive Leipzig posieren auf dem Vereinsgelände mit Hitlergruß für ein Foto.

Nach Vereinsangaben hatte sich der Vorfall auf dem Vereinsgelände ereignet. Beim Zeigen dieses Grußes handelt es sich nicht nur um den Straftatbestand der Volksverhetzung, er steht stellvertretend für die millionenfache Ermordung von Menschen in einem Unrechtssystem. Das ist also weder ein Kavaliersdelikt noch eine Provokation oder gar ein "Spaß". "Solche Sachen haben im Fußball nichts zu suchen und sind beschämend", sagte er am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich finde es sehr positiv, wie konsequent der Verein die Vorkommnisse aufarbeitet".

Der Vereinspräsident Thomas Löwe zeigt sich gegenüber "Bild" geschockt.

"Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes Sportlers, Vereinsmitglieds und Menschen mit gesundem Menschenverstand". Bei einem Elternabend wurden gestern weitere Maßnahmen besprochen. Daher werden gemeinsam mit dem Landessportbund (LSB) und dem Fanprojekt Leipzig verschiedene pädagogische Workshops für und mit diesen Jugendlichen durchgeführt.

Der Fußballverein Lokomotive Leipzig wird von einem Nazi-Skandal erschüttert.

Der Hitlergruß ist in der Bundesrepublik Deutschland durch Paragraph 86a des Strafgesetzbuches (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) unter Strafe gestellt. Dafür kann man mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren belegt werden.

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