Löwen kämpfen gegen ihren Pokal-Fluch

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Richtungweisend dürfte das Halbfinale am Samstag (15.15 Uhr/ARD und Sky) gegen den SC Magdeburg werden. Doch anstatt die "negativen Emotionen" des Final-Fluchs vor dem Pokal-Showdown an diesem Wochenende irgendwie wegzudrücken, schöpfen die Löwen aus ihrer Horror-Bilanz Mut und Motivation. So oft haben die Mannheimer die Endrunde um den DHB-Pokal erreicht.

"Wir wollen den Bock endlich umschmeißen", stellte Löwen-Sportchef Oliver Roggisch voller Tatendrang klar. Der frühere Magdeburger erklärt: "Wir reisen extra einen Tag früher an, wir trainieren in Hamburg und werden etwas umstellen".

Seit dem 23. November haben die Bördestädter in der Bundesliga nicht mehr verloren.

Bogdan Radivojevic und die Rhein-Neckar Löwen wollen den Pokal gewinnen. Im Anschluss folgten für die Mannheimer fünf Halbfinalpleiten, darunter von 2014 bis 2017 vier in Serie gegen die SG Flensburg-Handewitt. Entsprechend selbstbewusst und kämpferisch klingt die Ansage von SCM-Trainer Bennet Wiegert: "Ich hoffe, dass man uns das Selbstbewusstsein der letzten Wochen anmerken wird und wir einen gnadenlosen Kampf liefern werden".

Im zweiten Halbfinale stehen sich am Samstagabend (18 Uhr/Sky Sport News HD) im Duell der Außenseiter Endrunden-Debütant TSV Hannover-Burgdorf und der zweimalige Finalist HSG Wetzlar gegenüber. Das Finale am Sonntag wird um 15.15 Uhr (ARD) angepfiffen. Als einziger Spieler aus dem 2010er-Finale steht Patrick Groetzki noch im Kader der Löwen. "Und diese Geschichte ist, bei aller Stärke der Gegner, auch unsere größte Herausforderung", sagte Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen. "Wir können unsere Geschichte nicht ausblenden, das geht nicht".

Zur optimalen Vorbereitung reist die Mannschaft schon am Donnerstag an und übernachtet im selben Hotel, wie im Jahr zuvor.

Mit dem Pokalsieg will der Tabellenführer der Bundesliga am Sonntag den Grundstein für das erste Double in der Vereinsgeschichte legen. "Wir haben in der Liga in Magdeburg gewonnen und auch gegen die beiden anderen Mannschaften, die beim Final Four dabei sind, keine Punkte abgegeben. Wenn wir unsere Leistung bringen, sind wir das beste Team bei diesem Turnier", so der Däne und warnte gleichzeitig: "Aber auch nur dann". Während die Niedersachsen erstmals in Hamburg dabei sind, können die Wetzlarer auf zwei Final-Teilnahmen (1997 und 2001) zurückblicken.

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