Rotes Kreuz in Somalia: Deutsche Mitarbeiterin in Mogadischu entführt

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2016 und 2017 wurden in Somalia nach einem Bericht der Vereinten Nationen mindestens 30 humanitäre Helfer getötet, Entführungen sind allerdings relativ selten. Nun haben Bewaffnete in der Hauptstadt Mogadischu eine deutsche Mitarbeiterin des Roten Kreuzes gekidnappt. Das teilten die Polizei und die Hilfsorganisation mit. "Wir sind tief besorgt über die Sicherheit unserer Kollegin", erklärte der IKRK-Vizevorsitzende Daniel O'Malley. Sie sei eine Krankenschwester, die jeden Tag gearbeitet habe, um Menschen zu helfen und Leben zu retten. Derzeit laufe eine Suchaktion.

► Nähere Angaben zu der Entführten oder den Tätern machte ihr Arbeitgeber zunächst nicht.

Bewaffnete haben im ostafrikanischen Somalia eine deutsche Krankenschwester entführt. Angesichts der miserablen Sicherheitslage und fehlender staatlicher Strukturen wird das krisengebeutelte Land am Horn von Afrika häufig als Paradebeispiel eines gescheiterten Staates herangezogen. Sunnitische Terrorgruppen kämpfen in Somalia seit Jahren für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates.

Internationale Hilfsorganisationen wie das unabhängige, in der Schweiz ansässige IKRK leisten gesundheitliche und andere grundlegende Dienstleistungen und werden von der Shebab als Unterstützer der Regierung angesehen.

So wurde erst am Dienstag in Mogadischu eine örtliche Mitarbeiterin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erschossen. Die WHO zeigte sich gestern "schockiert und traurig" über die Tötung der Mitarbeiterin.

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