AKP nominiert offiziell Erdogan als ihren Präsidentschaftskandidaten

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Die regierende AK-Partei hat Amtsinhaber Recep Tayyip Erdoğan offiziell als Kandidaten für die Präsidentenwahl im Juni aufgestellt. Alle 316 AKP-Abgeordneten im Parlament sprachen sich am Donnerstag für eine Kandidatur Erdogans aus, wie Ministerpräsident Binali Yildirim mitteilte.

Laut Medienberichten wird der 64-Jährige seine Kandidatur am Freitag offiziell bei der Wahlbehörde registrieren.

Die islamisch-konservative AKP Erdogans ist bereits ein Wahlbündnis mit der ultrarechten MHP eingegangen, deren Vorsitzender Devlet Bahceli lange ein scharfer Kritiker Erdogans war, bevor er nach dem Putschversuch von Juli 2016 eine informelle Koalition mit ihm einging.

Kemal Kilicdaroglu (Artikelfoto), der Vorsitzende der CHP, die als sozialdemokratisch und kemalistisch gilt, hatte sich in den vergangenen Monaten in mehreren Aktionen als Führer der Opposition profiliert. Die Saadet-Partei schickt ihrerseits ihren Vorsitzenden Temel Karamollaoglu ins Rennen, während bei der prokurdischen HDP ihr inhaftierter Vorsitzender Selahattin Demirtas als Favorit gilt. Für die neu gegründete Iyi-Partei tritt die ehemalige Innenministerin Meral Aksener an. Ob seine Kandidatur tatsächlich zugelassen wird, ist noch offen. Trotz intensiver Gespräche vergangene Woche war es der Opposition nicht gelungen, sich auf einen gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten zu einigen. Am Samstag setzte Gül allen Spekulationen ein Ende und erklärte, nicht als Kandidat anzutreten. Ursprünglich waren sie für November 2019 geplant gewesen. die Wahlen wurden jedoch vorgezogen.

Das Bündnis wurde in Ankara von einem Funktionär der größten Oppositionspartei der Türkei, der CHP, inoffiziell bestätigt: Bei der Parlamentswahl am 24. Juni will man gemeinsam mit der rechtsnationalistischen IYI-Partei, der proislamischen Saadet-Partei und der konservativen Demokratischen Partei antreten.

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