Metoo: Schwedens Prinzessin Victoria sexuell belästigt?

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Nach Bekanntwerden der Vorwürfe, verließen bisher acht der 18 Mitglieder die Akademie. Das berichten am Samstag übereinstimmend mehrere schwedische Zeitungen. Katarina Frostenson (65) ist Mitglied der Literatur-Nobelpreis-Akademie, ihr Mann ist der 71-jährige Franzose Jean-Claude Arnault, der seit mehr als 40 Jahren in Schweden lebt. Der schwedischen Prinzessin Viktoria soll Arnault bei einer Veranstaltung unter anderem an den Hintern gefasst haben. Jean-Claude Arnault werden zahlreiche sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Das bestätigtem dem "Dagbladet" drei voneinander unabhängige Augenzeugen.

Laut Zeugenaussagen soll es sich dabei um "einen eindeutigen sexuellen Akt" gehandelt haben. Das schwedische Königshaus äußert sich derzeit nicht zu den Vorfällen. Im Zuge der #MeToo-Debatte hat sich das Königshaus aber wiederholt solidarisch geäußert. Über seine Frau, das Akademiemitglied Katarina Frostenson, die seit April ihre Ämter ruhen lässt, pflegte Arnault enge, teilweise auch finanzielle Verbindungen zur Akademie. Auch Kronprinzessin Victoria soll zu seinen Opfern zählen.

Welche Frauen Arnault belästigt haben soll, war nur zum Teil bekannt.

Der Skandal zog tiefe Risse durch das Komitee.

Seit Wochen wird die Schwedische Akademie von einem Korruptions- und Belästigungsskandal erschüttert. Aufgrund dessen trat auch die Vorsitzende der Akademie Sara Danius zurück. Die Akademie steht auch wegen möglicher Wirtschaftsverbrechen im Visier der Staatsbehörden. Sieben Mal wurde die Auszeichnung seitdem nicht vergeben, zuletzt von 1940 bis 1943.

Demnach soll die Tochter von König Karl-Gustaf und Königin Silvia von einem Mann aus dem Umfeld der Schwedischen Akademie unsittlich berührt worden sein. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

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