Warnung vor Kartoffeln, die stark keimen

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Solanin ist ein natürlicher Inhaltsstoff von Kartoffeln.

Reife, frisch geerntete Kartoffeln enthalten besonders wenig der gesundheitsschädlichen Substanzen.

Grüne, stark keimende oder eingetrocknete Kartoffeln sollte man lieber gar nicht essen. Um Vergiftungen auszuschließen, empfiehlt das BfR einen Glykoalkaloidgehalt in Speisekartoffeln von unter 100 mg pro kg Frischgewicht. Bisher werden Kartoffeln mit einem Glykoalkaloidgehalt von bis zu 200 mg pro kg als unbedenklich eingestuft. Er reichert sich vor allem in grünen, keimenden und beschädigten Kartoffeln an. In der Kartoffel finden sich insbesondere die beiden Glykoalkaloide α-Solanin und α-Chaconin. Bei schweren Vergiftungsfällen kann es zusätzlich zu Bewusstseinsstörungen, sehr selten bis zum Bewusstseinsverlust sowie weiterer Störungen der Hirnfunktionen, der Atmung oder des Kreislaufs kommen. Beim Menschen äußern sich leichte Vergiftungen durch Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, mitunter begleitet von Fieber. In der Literatur wurden einzelne Todesfälle berichtet, in den vergangenen 50 Jahren sind jedoch keine Todesfälle aufgrund einer Vergiftung durch Glykoalkaloiden beschreiben worden.

Aus den letzten 100 Jahren seien nur wenige Vergiftungsfälle bekannt, so das Bundesamt.

Anlässlich eines Vergiftungsfalles durch ein Kartoffelgericht macht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf den richtigen Umgang mit Kartoffeln aufmerksam. Diese Empfehlungen sind angesichts der derzeitigen unvollständigen Datenlage als vorläufig zu betrachten.

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