Eskalation in der Syrien- Krise? - Trump sagt Reise ab

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Nach dem mutmaßlichen Einsatz von chemischen Kampfstoffen in Syrien wird eine internationale Militäraktion wahrscheinlicher. Jegliche Aktion würde Chemiewaffenvorräte ins Visier nehmen, sagte Macron, der innerhalb von zwei Tagen zwei Mal mit US-Präsident Trump über das Thema Syrien sprach. Macron verurteile "die Chemiewaffenangriffe gegen die Bevölkerung von Duma" auf das Schärfste, teilte der Elysée-Palast nach einem Telefonat von Macron mit US-Präsident Donald Trump mit. Ihr wichtigster Verbündeter Russland nannte die Berichte falsch.

Die syrische Regierung wies die Vorwürfe als erfunden zurück. Der UN-Sicherheitsrat will sich im Laufe des Tages damit befassen.

Bei dem gemeldeten Giftgaseinsatz auf die von Rebellen kontrollierte Stadt in Ost-Ghuta am Samstag sollen nach neuen, korrigierten Angaben der Hilfsorganisation Weißhelme mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Mehr als 500 weitere Personen seien in Krankenhäusern behandelt worden. Ein Angriff könnte russische Soldaten in Syrien Treffen und eine russische Vergeltung zur Folge haben, sagte Wladimir Schamanow. Mehrere Staaten, darunter die USA und Grossbritannien, machen Syrien und Russland dafür verantwortlich.

Das Weiße Haus sagte eine für Ende der Woche geplante Reise des Präsidenten nach Peru und Kolumbien ab.

Neben Trump und Macron hat auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan mit Konsequenzen gedroht.

UN-Mitarbeiter in Syrien konnten Berichte über den Angriff nicht bestätigen. Ein anschließend zur Abstimmung vorgelegter russischer Resolutionsentwurf über eine Untersuchung von Chemiewaffen in Syrien wurde ebenfalls abgelehnt. Die Patienten litten laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Atembeschwerden. "Jeder Einsatz von chemischen Waffen ist inakzeptabel und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg.

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