Betriebsrat: Opel-Werk in Wien-Aspern baut 140 Jobs ab

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Wie geplant läuft heuer ein Teil der Motorenproduktion in Wien aus.

Details zum freiwilligen Abfindungsplan für die betroffenen Opel-Mitarbeiter in Wien sollen in den nächsten Monaten folgen. In den vergangenen Wochen sei "sehr intensiv" mit der Geschäftsführung verhandelt worden, sagte PRO-GE-Landessekretär Toni Steinmetz.

In Wien-Aspern werden für den vorherigen Opel-Eigentümer General Motors (GM) bis 2019/20 noch Motoren produziert. Als Verhandlungserfolg wertet die Gewerkschaft, dass bei Opel Wien-Aspern alle Jungfacharbeiter und Lehrlinge übernommen werden.

PSA will an zahlreichen Standorten in Europa kürzen - aber auch investieren. Der Konzern hat bereits für Werke in Spanien, Polen, Österreich und Ungarn Vereinbarungen mit den dortigen Gewerkschaften über Lohnkürzungen und Job-Einschnitte getroffen. Der Neuauftrag sichere vorerst die Auslastung, mittelfristig brauche das Werk aber neue Motoren- und Getriebeaufträge, so der Gewerkschafter.

"Die Ingenieurteams in Rüsselsheim übernehmen die Entwicklungsleitung für die leichten Nutzfahrzeuge (LCV) der Groupe PSA, die auf einer speziellen LCV-Plattform aufbauen., Mit dieser Entscheidung erhalten wir die weltweite Verantwortung über die Entwicklung von LCV-Plattformen und -Modulen der Groupe PSA - von der Vorausentwicklung bis zur Serienreife", sagt Opel CEO Michael Lohscheller. Zur Höhe der Investitionen in die nächste Generation des Vivaro in Luton machte Opel keine Angaben. Besonders drängend sind detaillierte Planungen derzeit für das Werk Eisenach, in dem ab 2019 ein noch nicht näher spezifizierter Geländewagen gebaut werden soll.

Was passiert mit Opels wichtigstem Entwicklungszentrum in Rüsselsheim?

Im Ringen um einen Sanierungsbeitrag der Opel-Beschäftigten in Deutschland macht der französische Mutterkonzern PSA Druck. Insgesamt gibt es nun 15 Centers of Competence am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim.

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