Behandlungsfehlerstatistik der Bundesärztekammer Crusius: "Fehlerprävention durch …"

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Das sagte heute Dr.

Die Bundesärztekammer teilte in Berlin mit, dass die Experten in 2.213 Fällen Fehler festgestellt hätten. Präsentiert wird, wie viele Fälle von Fehlerverdacht die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärzteschaft im vergangenen Jahr untersuchten - und wie oft sie hierbei tatsächlich einen Fehler feststellten. Qualitätszirkel, Peer-Reviews aber auch Konsile, Tumorkonferenzen oder Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen sowie anonyme Fehlermeldesysteme gehören in medizinischen Einrichtungen längst zum Alltag. "Hier müssen nicht nur die ärztlichen Behandlungsfehler, sondern auch alle Fehler in der Pflege erfasst werden". Neben der Ärzteschaft gehen auch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen Behandlungsfehlern nach. Hinzu kommen rund eine Milliarde Arztkontakte jährlich in den Praxen.

"Gemessen an dieser enormen Gesamtzahl der Behandlungsfälle liegt die Zahl der festgestellten Fehler Gott sei Dank im Promillebereich", so Crusius. Und hinter jeder Komplikation könnten schwere menschliche Schicksale stehen. Es gebe daher keinen Grund für "Panikmache und Pfuschvorwürfe". Beides schade der mittlerweile gut etablierten offenen Fehlerkultur und damit der Fehlerprävention in der Medizin.

Demnach haben die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen in ganz Deutschland 7.307 Entscheidungen zu Fällen getroffen, in denen Behandlungsfehler vermutet wurden. In 1845 dieser Fällen war ein solcher Fehler Ursache für einen Gesundheitsschaden.

Den Angaben zufolge waren die häufigsten Diagnosen, die zu Behandlungsfehlervorwürfen führten, Knie- und Hüftgelenksarthrosen sowie Unterschenkel- und Sprunggelenkfrakturen. Fachgutachter würden gemeinsam mit Juristen prüfen, ob ein Behandlungsfehler-Vorwurf gerechtfertigt sei oder nicht. Das Verfahren sei für sie kostenfrei. So sollte bei einem Patienten eine Hüfte ersetzt werden. Er empfiehlt seinen Klienten das Schlichtungsverfahren nicht nur weil es für sie kostenfrei ist.

Der Text basiert auf einer Pressemitteilung der Bundesärztekammer.

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