Prozessbeginn in Stuttgart: So gefährlich ist die Rocker-Gang "Osmanen Germania"

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Starke Sicherheitsvorkehrungen beim Prozess gegen mutmaßliche Führer der türkisch-nationalistischen Straßengang "Osmanen Germania BC" in Stuttgart.

Beweisstücke nach einer Razzia gegen den "Osmanen Germania Box-Club". Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geht die Behörde von einer Bedrohungslage aus.

Um das Gefängnis in Stammheim sind Straßenkontrollen aufgebaut, etliche Polizisten sind im Einsatz, Hubschrauber kreisten über dem Justizgebäude.

Es wird gegen acht Männer im Alter zwischen 19 und 46 Jahren verhandelt. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Gruppe 2016 zeitweise 50 Mitglieder für acht Unterkünfte im Landkreis Lörrach (Baden-Württemberg) stellte. Gegründet wurde er im Frühjahr 2015. Die meisten sind türkische Staatsangehörige oder stammen aus der Türkei.

Wegen Mordes und Zwangsprostitution stehen Mitglieder der türkisch-nationalistischen "Osmanen Germania" vor Gericht. Neben internen Auseinandersetzungen gab es in der Vergangenheit auch immer wieder gewalttätige Konflikte mit anderen Rockergruppen, unter anderen mit der inzwischen aufgelösten Gruppierung Bahoz, die überwiegend kurdische Mitglieder hatte. Die Gruppierung unterliegt nicht der Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

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