Jedes siebte Kind ist übergewichtig

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Und während 15,4 Prozent zu dick sind, gelten 5,9 Prozent sogar als fettleibig!

Berlin - Döner, Pizza, Fritten & Co. machen es möglich: Jedes 7. Kind bei uns in Deutschland ist zu dick, viele davon sogar fettleibig!

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS), die am Donnerstag präsentiert wurde.

Mehr als jedes siebte Kind in Deutschland hat Übergewicht.

Trauriges Ergebnis der Studie: Aktuell sind genauso viele Kinder und Jugendliche übergewichtig und adipös wie schon vor zehn Jahren. "Gerade dieser Teil ist aus unserer und aus der Sicht von Public Health etwas sehr Wichtiges, Wertvolles und auch international in dieser Form Einmaliges", meint Dr. Bärbel-Maria Kurth, Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring. Die Zahl ist also konstant, wenn auch auf einem noch recht hohen Niveau. Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten, die mit Übergewicht verbunden sein können, spiegelten sich bei jungen Probanden noch nicht wieder, sagte Bärbel-Maria Kurth.

Außerdem gibt es neue Daten zur aktuellen Gesundheitssituation und zum Gesundheitsverhalten der Heranwachsenden sowie zu Trends seit der ersten Studie. Vor einem Jahrzehnt war der Konsum mit rund 28 Prozent bei den Mädchen und 34 Prozent bei den Jungen noch erheblich höher. Forscher sehen das als Erfolg von Aufklärungskampagnen. "Wir brauchen Werbebeschränkungen für ungesunde Kinderlebensmittel, eine verständliche Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben und eine Herstellerabgabe für überzuckerte Getränke", sagte Expertin Luise Molling. Das geht aus der jüngsten Studie des Robert Koch-Instituts zur Gesundheit von Jugendlichen und Kindern hervor. Demnach sind 15,4 Prozent der Kinder und Teenager zwischen drei und 17 Jahren zu dick.

Das waren vor allem bei den Mädchen weniger als bei der letzten Erhebung, damals lagen sie noch bei fast 26 Prozent. Die Auswertung der Daten beruht auf der Selbsteinschätzung von mehr als 25.000 Kindern und Eltern sowie ergänzenden Untersuchungen. Die größten Bewegungsmuffel sind Teenager zwischen 14 und 17 Jahren, wiederum vor allem Mädchen. Kinder aus sozial benachteiligten Familien zeigten sich generell weniger körperlich aktiv. Statistisch signifikante Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt es nicht. Bei rund jedem fünften Kind und Teenager beobachteten die Wissenschaftler emotionale Probleme oder Verhaltensauffälligkeiten wie etwa Hyperaktivität. Innerhalb von zehn Jahren hat sich dieser Wert immerhin von rund 20 Prozent auf 10,9 Prozent fast halbiert. Mädchen zeigen vor allem im Übergang zur Pubertät bis zum Ende der Jugendzeit Auffälligkeiten.

Jungen und Mädchen gehörten zum Stamm der Basiserhebung. Jungen Frauen fällt es leichter, wieder aufzuhören (19 Prozent) als jungen Männern (9 Prozent).

Kinder aus ärmeren Elternhäusern sind dicker!

Erkenntnisse hierzu will das RKI im Sommer vorstellen.

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