Kontaktpersonen müssen zum Arzt Schülerin (8) in Hessen stirbt an Hirnhaut-Entzündung

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Schwere Betroffenheit und Trauer herrschen in Rosbach: Ein achtjähriges Mädchen ist dort am Dienstag an den Folgen der meldepflichtigen Krankheit Meningokokken-Meningitis verstorben.

Am Donnerstag war die Schülerin von ihren Eltern aus ihrer Schule in Rosbach abgeholt worden. Als es ihr immer schlechter ging, wurde sie am Freitagabend in die Kinderklinik nach Gießen gebracht.

Die engen Kontaktpersonen der Schülerin sind derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die Eltern der betroffenen Mitschüler werden durch die Schulleitung aufgefordert, sich bei den jeweiligen Kinderärzten vorzustellen, die vom Gesundheitsamt vorinformiert wurden. Das gilt insbesondere für die Schüler der Klasse des Mädchens sowie eines Kurses, den die Schülerin in der vergangenen Woche besucht hat. Auch die Lehrkräfte sollen sich bei ihren Hausärzten vorstellen.

Die Krankheit Meningitis wird laut dem Gesundheitsamt des Kreises durch Bakterien verursacht und ist meldepflichtig. Die Erreger könnten beispielsweise durch Husten oder Niesen übertragen werden. Im Wetteraukreis gebe es Jahre, in denen keine Erkrankungen registriert würden, in anderen Jahren seien es bis zu zehn. Wird die Krankheit frühzeitig erkannt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden. Zu den Symptomen zählen Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen und Erbrechen. Weil diese Symptome in dieser Jahreszeit sehr häufig auftreten, kann eine Meningitis zu Beginn auch mit einer starken Erkältung verwechselt werden. Demnach war das Mädchen an einer bakteriellen Meningitis, einer Hirnhautenzündung, erkrankt. 2011 meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) eine Impfquote bei den zweijährigen Kindern von mehr als 80 Prozent.

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