VW darf mutmaßlichen Islamisten nicht kündigen

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Der Islamist klagt gegen Volkswagen. Bei Betriebsversammlungen waren beispielsweise bis zu 10.000 Menschen anwesend.

Ende August 2014 saß Samir B.in einem Restaurant in Berlin-Kreuzberg.

Am 28. Dezember 2014 stoppten ihn die Grenzfahnder der Bundespolizei am Flughafen Hannover - mit 9350 Euro Bargeld und einer Drohne, wie die "Wolfsburger Nachrichten" berichteten.

Die Ermittler sind sich sicher: B. wollte ins syrische Kriegsgebiet reisen. Das Ausreiseverbot wurde 2016 vom Verwaltungsgericht Braunschweig bestätigt.

Den ISIS-Rekrutierer Yassine O. und die beiden mittlerweile verurteilten Rückkehrer Ayoub B. und Ebrahim H.B. soll Samir laut einem Ermittler sogar zum Flughafen gefahren haben. Zudem musste der Angestellte seinen Reisepass abgeben. Hierfür sah das Gericht im vorliegenden Fall keine Belege. Immer wieder wurde er mit dem Islamisten Pierre Vogel gesehen. Damit aber nicht genug: Laut Ermittlern soll Samir an seinem Arbeitsplatz im Reifenkeller seine Arbeitskollegen bedroht haben: "Ihr werdet alle sterben". Im Januar dieses Jahres hat der Kläger einen neuen Reisepass erhalten.

Nützt alles nichts. Die Anwälte von Samir B. lehnen den Deal einfach ab.

Um 18.39 Uhr gibt das Gericht das Urteil bekannt: Es hält die Kündigung für unwirksam! Vielmehr komme es darauf an, dass eine konkrete Störung im Betrieb vorliege.

Wenn das Urteil rechtskräftig ist, muss Volkswagen den mutmaßlichen Islamisten wieder beschäftigen. Eine Revision zum Bundesarbeitsgericht ist möglich.

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