US-Schüler protestieren vor dem Weißen Haus

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An Schulen und Universitäten soll es kurze Ausstände geben.

Nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas Highschool wollen die Jugendlichen damit nicht nur der Toten gedenken, sondern zugleich für striktere Waffengesetze protestieren.

In den USA gedenken heute Schüler mit 17-minütigen Ausständen der Opfer des Amoklaufs an einer Schule in Florida.

In zahlreichen Schulen im ganzen Land stand beim "National School Walkout" ab 10.00 Uhr Ostküstenzeit (15.00 Uhr MEZ) der Unterricht für 17 Minuten still. Jede Minute ist einem der Opfer gewidmet. Organisiert wird die Aktion von Empower, der Jugend-Abteilung der Organisatoren des grossen Frauenmarschs (Women's March) in Washington. Ihren Angaben zufolge sind insgesamt 2.800 Walkouts angemeldet. "Ohne rechtliche Schutzmaßnahmen wird dieser Horror weitergehen, bis alle Klassenzimmer von Schülern verlassen und mit Furcht gefüllt sind". Mehrere engagierte Überlebende aus Florida erhoben dabei in den Medien und bei diversen Protestaktionen ihre Stimme, um härtere Waffengesetze und ein Umdenken der Politiker zu fordern. Schüler und Lehrer verließen die Klassenräume, um der 17 Toten zu gedenken.

Die Schüler wollten auf verschiedene Weise an den Streiks teilnehmen: Einige planten Kundgebungen auf den Straßen ihrer Orte, andere wollten in ihren Turnhallen oder auf Sportfeldern demonstrieren.

Auf einem Rasen am US-Kongress in Washington stellten Aktivisten 7000 Paar Schuhe auf - in Gedenken an die seit dem Schulmassaker von Newtown 2012 in den USA erschossenen Kinder. Zu der Aktion vom Dienstag veröffentlichte die Gruppe Avaaz auf Twitter ein Foto, auf dem Aktivisten vor dem bekannten Kapitolgebäude stehen und Banner wie "7000 Kinder getötet" und "Nicht eines mehr" hochhalten. Dazu hatte Avaaz die Zahlen aus einem Bericht des US-Kinderärzteverbandes verwendet und hochgerechnet. Die Schuhpaare, darunter auch Rollschuhe und Ballettschläppchen, stammten dem US-Sender CNN zufolge aus Spenden. Und die nächsten Proteste sind schon geplant.

Für den 24. März ist ein "Marsch für unser Leben" in Washington geplant. Dazu werden Zehntausende Teilnehmende erwartet, in den ganzen USA werden zudem Ableger-Märsche stattfinden.

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