Um 11 Uhr wurden die diesjährigen Grimme-Preisträger bekannt gegeben

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Absolutes Novum bei der Vergabe der 54. Mit der von Netflix produzierten Mystery-Serie "Dark" erhält erstmals ein Streamingdienst eine Auszeichnung für Qualitätsfernsehen.

Jördis Triebel (m.) in einer Szene der Bestsellerverfilmung "Babylon Berlin".

Koproduktion von ARD und dem Pay-TV-Anbieter Sky für "Babylon Berlin" sowie an die Serien "4Blocks" des Bezahlsenders TNT. Auf eine dritte Auszeichnung in dieser Kategorie verzichtete die Jury mangels preiswürdiger Programmideen. Was Frauke Gerlach mit dem Satz "Masse und Klasse" zusammenfasste. Die deutsche Netflix-Mysteryserie zählt zu den Preisträgern in der Kategorie Fiktion, wie das Grimme-Institut am Mittwoch in Essen mitteilte.

Keine Scheinwerfer, keine Kameras und kaum Publikum.

Technische Exzellenz beim Treten nach unten Der falsche Ryan Gosling von Joko und Klaas ist nicht der große Wurf, zu dem er gerade gemacht wird.

Mit einem neuen Rekord endet das Grimme-Preisjahr 2018: Insgesamt 68 Preisträgerinnen und Preisträger - so viele wie noch nie - dürfen am 13. April in Marl ihre Auszeichnung entgegennehmen.

Den Machtverhältnissen zwischen den Geschlechtern gilt seit jeher das Hauptaugenmerk der Künstlerin Maren Kroymann, die ihren anarchischen Witz bereits in dem TV-Format "Nachtschwester Kroymann" (von Oktober 1993 bis Dezember 1997) kultivierte. In Clips schildern junge Künstler mit Migrationshintergrund ihr Leben zwischen den Kulturen.

Der Grimme-Preis ist mit Blick auf die Qualität relevanter als jeder andere TV-Award hierzulande. Für das Husarenstück, der Verleihung der Goldenen Kamera im ZDF ein Double von US-Schauspieler Ryan Gosling unterzujubeln und den Weg dahin zu dokumentieren, bekommt das "Circus HalliGalli"-Team von ProSieben einen Grimme-Preis". Für das sogenannte #GoslingGate wird die frühere Sendung des Moderatoren-Duos Joko Winterscheidt (39, "Das Ding des Jahres") und Klaas Heufer-Umlauf (34, "Late Night Berlin") ausgezeichnet. Die Jury attestiert der Sonderausgabe der Show "gleichermaßen packendes Unterhaltungsfernsehen im gewohnten Stil der Sendung wie auch bitterböse Medienkritik", heißt es in der Begründung.

Ebenfalls ausgezeichnete "Unterhaltung" lieferten Jan Böhmermann, Matthias Murmann und Philipp Kässbohrer mit "Eier aus Stahl - Max Giesinger und die Industriemusik" in der Satiresendung "Neo Magazin Royale" (ZDF/ZDFneo) ab. In seiner Parodie im "Neo Magazin Royale" (ZDFneo) erklärt Jan Böhmermann, wie das "durchkalkulierte Industrieprodukt" deutsche Popmusik zustande kommt. Die Folge gehört "zu den raren Unterhaltungshöhepunkten des Jahres 2017", so die Jury. In der Sektion "Information und Kultur" gingen die Preise ausschließlich an öffentlich-rechtliche Produktionen: die ARD/BR-Doku "Sewol - Die gelbe Zeit", "Alles gut - Ankommen in Deutschland" (NDR/SWR), "Ab 18!" Der zweite Grimme-Preis geht an "5vor12" (BR). Ausserdem werden Volker Steinhoff, Sven Lohmann und Dietmar Schiffermüller stellvertretend für die NDR-Redaktionen von "Panorama", "Panorama 3" und "Panorama - die Reporter" für die besondere journalistische Leistung ihrer Berichterstattung zu den Ereignissen des G20-Gipfels ausgezeichnet. Das 40 Millionen Euro teure Prestige-Epos über die Hauptstadt in den 20er-Jahren erhält den Grimme-Preis für Regie (Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries), Szenenbild, Montage, Kostüm sowie für die Szenen- und Filmmusik.

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