Google verbannt Werbung für Bitcoin und Co

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Facebook hatte Ende Jänner angekündigt, keine Werbung für Kryptowährungen mehr anzeigen zu wollen. Auch die Zahl der gesperrten Seiten und Adword-Accounts stieg weiter an. Im vergangenen Jahr seien das 3,2 Milliarden entfernte Anzeigen gewesen, mehr als hundert pro Sekunde, schreibt Google-Manager Scott Spencer.

Google wird auf seinen Werbeplattformen keine Anzeigen mehr für Bitcoin und andere nicht regulierte Digitalwährungen zulassen. Bei Versuchen, die Richtlinien zu Kryptowährungen beispielsweise durch absichtliche Schreibfehler bei Keywords wie "Bitcoin" zu umgehen, werde man ähnlich vorgehen und diese Werbung herausfiltern, sagte eine Google-Sprecherin gegenüber dem US-Finanznachrichtendienst Bloomberg. 7000 Adword-Accounts wurden wegen "Tabloid Cloaking" geperrt. Dabei werden Nutzer durch Anzeigen im Gewand von Nachrichten auf rein kommerzielle Websites gelockt. Im Vorjahr mussten deswegen lediglich 1400 Accounts gelöscht werden. 130 Millionen Ads wurden wegen schädlichen Verhaltens entfernt, 79 Millionen wegen der Verbreitung von Malware, 66 Millionen Trick to Click-Anzeigen und 48 Millionen Anzeigen, die Nutzer zur Installation unerwünschter Software aufforderten.

Google setzt bei der Bekämpfung solcher Anzeigen einerseits auf neue technologische Lösungen wie dem im vergangenen Jahr eingeführten "Page Level Enforcement". Dabei wird gezielt die Werbung auf einzelnen Websites unterdrückt. Außerdem wurden 320.000 Publisher und 90.000 Websites aus den Werbenetzwerken ausgeschlossen. Google aktualisierte unter anderem auch seine Richtlinien für Glücksspielwerbung.

Die Zahl der schlechten Werbeanzeigen sei dem Bericht zufolge weiter gewachsen - und zwar deutlich: Denn 2016 musste sich Google "nur" um rund zwei Milliarden bösartige Anzeigen kümmern und im Jahr zuvor, also 2015, lag der Wert mit 700 Millionen noch deutlich unter der Milliardengrenze.

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