Gesprengter Fahrkartenautomat in Eichstätt: Polizei schnappt Verdächtigen

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Nachdem in Bayern in den vergangenen Wochen vermehrt Fahrkartenautomaten aufgesprengt wurden, gibt es nun einen Fahndungserfolg: Nach umfangreichen Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes konnte ein dringend Tatverdächtiger festgenommen werden. Der verursachte Schaden liegt bei auf mindestens 150.000 Euro. In einem anderen Fall, in Eichstätt, wurde ein Fahrdienstleiter, der sich in der Nähe aufgehalten hatte, verletzt.

Die Tatorte Hier die Zusammenfassung aller Tatorte mit den genauen Tatzeiten: 6. Februar, 5 Uhr, Burgthann; 9. Februar, 5.10 Uhr, Weißenohe; 16. Februar, 3.45 Uhr, Grub bei Poing; 25. Februar, 3.05 Uhr, Grub bei Poing; 4. März, 2.30 Uhr, Eichstätt; 5. März, 4.15 Uhr, Neuhof an der Zenn.

Sprengstoffexperten kamen zu dem Schluss, dass sich ein 22-jähriger Mann aus dem Landkreis Straubing in Niederbayern zu den mutmaßlichen Tatzeitpunkten an mindestens zwei der Tatorte aufhielt. In allen sechs Fällen, unter anderem noch im Landkreis Nürnrnberger Land und im Kreis Forchheim, sei es das Ziel des Mannes gewesen, das Bargeld aus den Automaten zu stehlen.

Am Freitagabend wurde er schließlich in seiner Wohnung im Landkreis Straubing festgenommen. Auch an den Wartehäuschen entstand jeweils erheblicher Schaden. Zur Verdeutlichung: In einem Fall wurde die Türe des Automaten, die immerhin 50 Kilogramm wiegt, fast 30 Meter weit geschleudert. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial und Geldscheine, welche vermutlich die Tatbeute des arbeitslosen Deutschen darstellen. Der Tatverdächtige wurde am 10. März dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Der Tatverdächtige selbst hat bislang keine Angaben zu den ihm vorgeworfenen Straftaten gemacht. Die Polizei spricht von "dringendem Tatverdacht" und geht davon aus, dass die Automaten nicht von ihm alleine gesprengt wurden. Die Ermittlungen der "EG Automat" und der Staatsanwaltschaft Ingolstadt dauern an. Insbesondere werden weiterhin Zeugen gesucht, die an den oben genannten Tatorten und deren Umgebung verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben.

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