Erfurt: Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens

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Rot-Weiß Erfurt, abgeschlagener Tabellenletzter der Dritten Liga, hat einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingereicht.

Am Abend gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt, dass er eine schriftliche Stellungnahme der Erfurter anfordern und anschließend über die Folgen für den Verein für die laufende Drittligasaison entscheiden wird. Der Abstieg des Gründungsmitglieds der 3. Liga ist damit realistisch gesehen nicht mehr abzuwenden. Das teilte der Klub am Mittwochvormittag mit. Durch den Insolvenzantrag werden dem Klub neun Punkte abgezogen. Der Abstand zum rettenden Ufer würde dadurch auf 21 Punkte anwachsen. Bereits am Dienstag hatte der Verein seinen Einspruch gegen den Abzug eines Punktes durch den DFB zurückgezogen.

Der Abzug von einem Zähler war ausgesprochen worden, nachdem bei der turnusmäßigen Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eine Liquiditätslücke entdeckt worden war.

Diese konnte der Thüringer Verein in der vorgegebenen Frist nicht vollständig schließen. "Deshalb gilt es jetzt, die Weichen für die Zukunft zu stellen: Mit einer geordneten Insolvenz einen klaren Schnitt machen und die Grundlagen für einen Neuanfang schaffen", so Nowag weiter.

"Uns ist bewusst, dass dieser Schritt für unsere Gläubiger ein schmerzhafter ist". "Die beispielhafte Unterstützung, die unsere Mannschaft nach wie vor durch unsere Fans erfährt, und das Bekenntnis unserer Sponsoren zum Verein bestärken uns darin, die kommenden schweren Monate gemeinsam durchzustehen".

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