Drei Jahre nach Tat Mutmaßlicher Entführer des Milliardärssohns Würth gefasst

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Fahnder der hessischen Polizei und der Gießener Staatsanwaltschaft haben heute Vormittag in Offenbach einen Mann festgenommen, der der Entführer des Sohnes des Künzelsauer Unternehmers Reinhold Würth sein könnte.

In diesem Wald bei Kist wurde der Entführte aufgefunden.

Drei Jahre nach der Entführung des Sohns des Industriellen Würth im Vogelsberg hat die Polizei den mutmaßlichen Entführer geschnappt. Dabei handele es sich um einen serbisch-montenegrinischen Staatsangehörigen, der in Offenbach wohnhaft sein soll.

Nach der Festnahme durchsuchten Beamte der Sonderkommission in dem Fall die Wohnung des aus Serbien oder Montenegro stammenden Manns. Der Beschuldigte wurde vernommen und in einer hessischen Justizvollzugsanstalt gebracht. Der damals 50-Jährige war am 17. Juni 2015 in der Kleinstadt Schlitz in der Nähe von Fulda gekidnappt worden. Seine Unternehmensgruppe setzte 2017 knapp 13 Milliarden Euro um. Im Sommer 2015 wurde er dort in der Nähe entführt.

Der Entführer soll damals ein Lösegeld in Millionenhöhe gefordert haben, zu einer Geldübergabe kam es aber nicht. Der Entführer kettete den Sohn an einen Baum und übermittelte die Geodaten der Polizei, die ihn anschließend weitgehend unverletzt fand.

Seither lebt Markus Würth auf einem Bauernhof mit Tieren, bei denen er sich besonders wohlfühlt. Den Ort verrät die Familie nicht. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Im Würth-Konzern spricht man von "Erleichterung", will sich aber zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

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