Bundesliga: Ohne Europacup und Spielerverkäufe: Schalke macht Minus von zwölf Millionen

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Ohne Europapokal und den Verkauf eines weiteren Jungstars hat Fußball-Bundesligist Schalke 04 im Geschäftsjahr 2017 ein Minus von 12,2 Millionen Euro erwirtschaftet.

Im vergangenen Jahr hatte der Klub mit den 265,1 Millionen Euro noch im zweiten Jahr in Folge einen neuen Rekordumsatz erwirtschaftet.

Der Rückgang im Vergleich zu 2016 erklärt sich nach Angaben des Revierclubs vor allem durch fehlende Transfererlöse und der verpassten Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb in der Saison 2017/2018. "Das ist kein Weltuntergang". Das geht aus dem Bericht hervor, den Finanzvorstand Peter Peters am Mittwoch vorstellte. Aber dies dürfe kein Dauerzustand werden.

Im Zuge der Investitionen in die umfassende Modernisierung und Erweiterung des Vereinsgeländes Berger Feld sind die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag moderat auf 142,0 Mio. Den Schulden-Höchststand hatte Schalke im April 2010 mit 250 Millionen Euro erreicht.

Weil die Umsätze in den operativen Geschäftsbereichen 2017 gestiegen sind, sprach Finanzvorstand Peter Peters dennoch von einer stabilen Basis: "Das Wachstum in sämtlichen operativen Umsatzbereichen ist ein sehr starkes Signal für die künftige Entwicklung des FC Schalke 04", sagte Peters. Immerhin konnten die Einnahmen aus dem Spielbetrieb, den medialen Verwertungsrechten, Merchandising, Catering und Sponsoring um insgesamt rund 14 Millionen Euro gesteigert werden. Für 2018 rechnet er aufgrund der guten sportlichen Situation mit "weiter steigenden Erlösen und einem positiven Konzernergebnis im mittleren einstelligen Millionen-Bereich". Der Umsatz ist um fast 25 Millionen auf 240 Millionen Euro gesunken. Der Club kalkuliert damit, dass das Team von Trainer Domenico Tedesco mindestens die Europa League erreicht. Das würden Mehreinnahmen von rund 15 Millionen Euro bedeuten. Eine Champions-League-Teilnahme brächte noch erheblich mehr Spielraum. 2016 hatte der Transfer von Leroy Sané nach Manchester City noch gut 50 Millionen Euro zusätzlich in die Schalker Kassen gespült. Gründe seien die Kosten für die Freistellung des Trainerteams um Markus Weinzierl (ca. acht Millionen) sowie Abfindungen im Rahmen des Kader-Umbaus und Prämienzahlungen. Vor allem aus diesem Grund stiegen auch die Gehaltskosten für den Profikader von 80 auf 92 Millionen. Damit sei man wettbewerbsfähig. Aufgrund der Unwägbarkeiten des sportlichen Erfolgs bewerten wir die Entwicklung über mehrere Perioden.

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