Beleidigungen gegen VfB-Torwart: Köln verhängt Stadionverbot

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Beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart hatten ein Vorsänger der Ultra-Gruppierung "Wilde Horde" und ein Capo der "Boyz Köln" den in Köln geborenen Stuttgart-Keeper Ron-Robert Zieler vom Zaun aus aufs Übelste mit einem Megaphon beleidigt.

Der 1. FC Köln bedauerte die Vorkommnisse und hat sowohl Ron-Robert Zieler als auch die Familie Enke unmittelbar nach dem Spieltag um Entschuldigung gebeten. Gegen ihn war schon ein Jahr Stadionverbot auf Bewährung ausgesprochen worden. Da aber bereits im vergangenen Jahr ein Stadionverbot auf Bewährung gegen ihn ausgesprochen worden war, wurde der Mann nach der Anhörung mit einem bundesweiten Stadionverbot für alle Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und der Regionalligen belegt. Er erhielt lediglich "ein ermahnendes Schreiben" und stehe nun "unter besonderer Beobachtung" - "wegen des Missbrauchs des Megafons".

Dem zweiten Tatverdächtigen hätten indes "keine schwerwiegende Beleidigung nachgewiesen werden" können, keine, "die aus Sicht der Kommission ein Stadionverbot gerechtfertigt" hätten. Der Beschuldigte habe zwar "Reue gezeigt", sich beim FC entschuldigt und sich um eine Entschuldigung bei Zieler und seiner Mutter bemüht.

Unabhängig von diesen Maßnahmen muss der FC zusätzlich mit einer DFB-Strafe rechnen. Noch nicht abgeschlossen ist ein Verfahren des Kontrollausschusses des Deutschen Fußball-Bundes gegen den 1. FC Köln wegen des Vorgangs.

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