Adidas zahlt nach Gewinnanstieg mehr Dividende

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Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro zu, angetrieben von einem starken Wachstum der Hausmarke Adidas und einer guten Nachfrage nach Laufschuhen und modischen Sneakern. Das Sorgenkind Reebok wuchs währungsbereinigt nur um vier Prozent, nachdem zahlreiche eigene Läden in den USA geschlossen wurden. Auf dem Gewinn lasten indes etwas die US-Steuerreform und Aufräumarbeiten im Konzern. Der Betriebsgewinn der weltweiten Nummer zwei hinter Nike schnellte im vergangenen Jahr stärker als erwartet um 31 Prozent auf 2,07 Milliarden Euro nach oben, die operative Marge verbesserte sich auf 9,8 von 8,6 Prozent, wie Adidas am Mittwoch in Herzogenaurach mitteilte. "Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen wird sich den Erwartungen zufolge auf einen Wert zwischen 1,615 Milliarden Euro und 1,675 Milliarden Euro erhöhen", so Adidas weiter zum Ausblick.

Für das neue Jahr prognostiziert Adidas - Währungseffekte ausgenommen - ein Umsatzwachstum um rund zehn Prozent. Der Verkauf der Golf-Tochter Taylor Made und der Eishockey-Sparte CCM Hockey brachte Adidas 254 Millionen Euro Verlust.

Der Sportartikelhersteller Adidas will seinen Aktionären nach einem Gewinnsprung eine höhere Dividende zahlen.

Aktionäre sollen je Adidas Aktie eine auf 2,60 Euro erhöhte Dividende erhalten, die letzte Ausschüttung belief sich auf 2,00 Euro je Anteilschein. Dies sind 60 Cent mehr als im Vorjahr. Adidas hat mit dem ägyptischen Milliardär Nassef Sawiris und dem belgischen Investor Albert Frere (GBL) zwei anspruchsvolle Großaktionäre, die der Konzern mit Kurssteigerungen und Aktienrückkäufen ruhiggestellt hat.

Adidas hatte sich bereits bei der Hauptversammlung 2016 die Genehmigung eingeholt, eigene Aktien in Höhe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zurück zu erwerben. Im Extremfall sei das Unternehmen auch bereit, Schulden zu machen, um die Papiere zu erwerben. Den Kauf einer weiteren Sportartikelmarke schloss er aus.

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