17-Jährige in Flensburg erstochen

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Bei dem Tatverdächtigen im Fall des gewaltsamen Todes einer 17-Jährigen in Flensburg handelt es sich um einen Asylbewerber aus Afghanistan. Die Rettungskräfte konnten ihr nicht mehr helfen, sie starb noch am Tatort.

Sofort habe gegen den 18-jährigen Bekannten des Opfers Tatverdacht bestanden, teilte die Polizei mit. Über das Motiv und die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt. Er lebe seit 2015 in Deutschland, sein Asylantrag sei abgelehnt worden, die Entscheidung aber nicht rechtskräftig. Auch zur Herkunft und Nationalität von Opfer und Verdächtigem gibt es bisher keine Angaben.

Der Tatverdächtige sollte noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte die Leitende Staatsanwältin der Flensburger Staatsanwaltschaft, Ulrike Stahlmann-Liebelt. Die Polizei stellte das Tatwerkzeug, eine Stichwaffe, sicher. Die Online-Ausgabe des "Flensburger Tageblatts" berichtete, die 17-Jährige habe in dem Mehrfamilienhaus, in dem die Tat geschah, eine Wohnung gehabt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ergab die Obduktion ihres Leichnams, dass "die Verletzungen für eine Fremdeinwirkung sprechen". Den Tatverdächtigen habe er nur einmal gesehen: "Vor ein paar Monaten ging sie dann nur noch mit Kopftuch vor die Tür und verhielt sich sehr zurückhaltend".

In der vergangenen Woche war in Berlin eine 14-Jährige ebenfalls in einer Wohnung erstochen worden. Der Vorwurf lautet Verdacht des Totschlags, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

Der mutmaßliche Täter und das Opfer haben sich der Staatsanwältin zufolge gekannt.

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