VW-Chef Müller kassiert 9,5 Millionen Euro

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Die Gesamtvergütung des Managers liegt 2017 bei 10,14 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht des DAX-Konzerns hervorgeht. "Wir haben in den vergangenen Monaten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die 'Roadmap E' zügig und entschlossen umzusetzen", erklärte Konzernchef Matthias Müller in Berlin. Um für den massiven Ausbau der umweltfreundlichen Elektromobilität die Batteriekapazitäten zu sichern, wurden bereits Partnerschaften mit Batterieherstellern für Europa und für China vereinbart. Die Bezüge des gesamten Vorstandes stiegen um gut ein Viertel auf 50,3 Millionen Euro.

Der Vorstandsvorsitzende betonte aber, dass dies nicht die Abkehr von konventionellen Antrieben bedeute. Der moderne Dieselantrieb sei - auch mit Blick auf den Klimaschutz - Teil der Lösung, nicht das Problem. Derzeit sind deutsche Hersteller noch stark von Zulieferern vor allem aus Asien abhängig.

Trotz des Abgas-Skandal konnte VW 2017 einen Gewinn von 11,4 Milliarden Euro verbuchen. Das ist nicht nur doppelt so viel wie im vorangegangenen Jahr, sondern auch ein größerer Überschuss als 2014 - dem letzten vollen Jahr vor Beginn der Diesel-Affäre. "Allein 2018 fließen fast 20 Milliarden Euro in unser konventionelles Fahrzeug- und Antriebsportfolio; über die nächsten fünf Jahre sollen es in Summe über 90 Milliarden Euro sein".

VW-Vorstandschef Matthias Müller ist mit 10,14 Millionen Euro Spitzenverdiener unter den VW-Führungskräften. 2016 verdiente er noch rund 7,3 Millionen Euro. Dass Müllers Bezüge dennoch zehn Millionen Euro übersteigen, liegt nach Unternehmensangaben daran, dass in diesem Betrag Nebenleistungen und Versorgungsansprüche enthalten sind. Müller erhielt 2017 deutlich mehr als Daimler-Chef Dieter Zetsche, der auf vergleichbarer Basis auf 8,6 Millionen Euro kam.

Insgesamt ist die Rechnung für die Folgen der Manipulationen an der Abgasreinigung von Millionen Dieselautos, die im September 2015 bekanntgeworden waren, inzwischen auf mehr als 25 Mrd.

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