Verletzte bei Explosion nahe Konvoi von palästinensischem Ministerpräsidenten

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Rami Hamdallah bleibt aber unversehrt und tritt danach auf. Die gemäßigte Fatah macht die radikal-islamische Hamas für den Sprengsatz verantwortlich.

Im Gazastreifen hat sich bei einem Besuch des palästinensischen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah in der Nähe seines Konvois eine Explosion ereignet. Der Konvoi sei weitergefahren. Hamdallah sprach anschließend bei der Einweihung einer Kläranlage. Die palästinensische Nachrichtenagentur "Maan" schrieb dagegen, es seien sieben Menschen verletzt worden. Hamdallah und der mitreisende palästinensische Geheimdienstchef Madschid Faradsch seien unverletzt geblieben, sagte ein Sicherheitsvertreter.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprach Medienberichten zufolge von einem feigen Angriff und machte dafür die radikalislamische Hamas verantwortlich, die den Gazastreifen kontrolliert.

Die Hamas und die Fatah-Bewegung von Abbas sind seit Langem verfeindet. Ziel ist eine einheitliche Herrschaft im Gazastreifen und im Westjordanland. Der Anschlag und der Streit darüber könnten die Umsetzung des Abkommens weiter erschweren. Die Machtübernahme der Hamas 2007 und die darauf folgende Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten, Stromausfälle und Konflikte verzögerten die Inbetriebnahme um vier Jahre. Die EU, die USA und Israel stufen sie als Terrororganisation ein. Die restriktive Genehmigungspraxis für Einfuhren und die Übervölkerung der Region verschärfen die humanitäre Notlage der Menschen im Gazastreifen.

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