Türkische Streitkräfte haben Afrin eingekesselt

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Türkische Streitkräfte haben die syrische Stadt Afrin eingekesselt.

Nach Angaben von Aktivisten flüchteten am Montag Tausende Zivilisten aus Afrin.

UN-Generalsekretär Guterres ermahnt die Konfliktparteien zur Einhaltung der international geforderten Waffenruhe. Die YPG hindere Zivilisten an der Flucht aus der Stadt, um sie als menschliche Schutzschilde zu benutzen, hieß es bei der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind damit jetzt 300.000 Menschen in Afrin eingeschlossen. Das sei ein wichtiger Fortschritt in der Offensive gegen die YPG, erklärte das türkische Militär.

Assad - mal Freund, mal Feind mehr. Mehr als 2000 Geflüchtete aus der Stadt Afrin seien innerhalb von 24 Stunden in die von syrischen Regierungsanhängern kontrollierten Orte Nubl und Al-Sahra geflohen.

Der Sprecher der kurdischen Partei PYD, Ebrahim Ebrahim, sagte, die Menschen fürchteten sich vor Grausamkeiten der türkischen Armee und deren Verbündeten gegen Kurden und die Minderheiten in der Stadt. Die Angreifer hätten Wasser- und Elektrizitätskraftwerke zerstört, die Afrin versorgen. Die Türkei hatte im Januar eine Offensive gegen die YPG im Nordwesten Syriens begonnen. Als Grund hatte er gesagt: "Auf diese Weise wird die Hilfe von außen blockiert und die Terrororganisation wird nicht mehr die Möglichkeit haben, mit jemandem einen Handel einzugehen". Sie erachtet die YPG als Terrororganisation und verlängerten Arm der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Allerdings hatten US-Offiziere in Manbidsch kürzlich angekündigt, die Stadt zusammen mit den Kurden gegen die Türken zu verteidigen.

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