Sie stach sich ihre Augen im Drogenrausch aus

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Das Schicksal von Kaylee Muthard schockierte Menschen weltweit. Schuld ist ihre Drogensucht. Ein Schicksalsschlag, den die damals 19-Jährige mit Drogen, Alkohol und Beruhigungstabletten zu überleben versucht. Nach dieser schrecklichen Zeit will sie jetzt wieder an ihrem Berufstraum arbeiten: Sie will Meeresbiologin werden.

Sofort wurde sie im Krankenhaus notoperiert, aber die Ärzte konnten nichts mehr für ihre Sehkraft tun. Sie hatte einen Traum und wollte Meeresbiologin werden. Wegen Herzproblemen verpasste sie dann jedoch zahlreiche Unterrichtsstunden. Als ihre Noten immer schlechter wurden, fing sie an, aus Frust zu trinken und zu kiffen. In ihrer Hand hielt sie ihre eigenen Augäpfel.

Die Amerikanerin wird nie wieder sehen können. "Ich googlete die Symptome, taube Lippen und das Gefühl, als ob ich über der Erde schweben würde". Heute glaubt sie zu wissen, dass das Marihuana wohl mit Crystal Meth oder Kokain gestreckt war.

"Ich war überrascht, ich habe Gras nie als Einstiegsdroge wahrgenommen, aber da war ich plötzlich, abhängig von Substanzen, die ich nie in meinem Leben anrühren wollte". Wenn sie high war, begann sie in der Bibel zu lesen.

Die Trennung von ihrem Freund nach einer zweijährigen Beziehung gab der jungen Frau kurzdarauf den Rest. Sie besorgte sich Crystal Meth und rauchte es.

Die Halluzinationen hätten sie für drei Tage wach gehalten. "Eine Stunde lang kratzte ich mein Gesicht auf bis es blutig war". Kaylee lernt aber mittlerweile damit zu leben, dass sie für immer blind sein wird. An den Tag, an dem sie das letzte Mal das Tageslicht sehen würde, erinnert sie sich nur teilweise. Sie griff dann zu Crystal Meth. "Ich stand vor einer Kirche und dachte mir, dass ich die Welt nur retten könnte, wenn ich ein großes Opfer bringe".

"Also schob ich meinen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger in jedes Auge". Es strengte mich immens an, es war das Schwerste, das ich jemals getan habe.

"Weil ich nicht mehr sehen konnte, weiß ich nicht, ob Blut da war". Ich bin sicher, die Drogen haben den Schmerz betäubt. Der Pastor rannte hinaus, weil die 20-Jährige schrie, und ihn anflehte, für sie zu beten. Später soll er erzählt haben, dass sie ihre Augäpfel in der Hand hielt, dieser zerdrückte, obwohl sie noch irgendwie mit ihrem Körper verbunden waren. Später wurde sie stationär psychiatrisch betreut. Diese machte die 20-Jährige auch anfälliger für Suchtkrankheiten. Eine Therapie hilft ihr dabei, ihr Leben als Blinde zu akzeptieren. Und sie macht enorme Fortschritte. Aber ehrlich gesagt bin ich jetzt glücklicher als je zuvor. "Ich bin lieber blind als drogenabhängig". "Ich musste erst mein Augenlicht verlieren, um mich wieder auf den richtigen Weg zu bringen, aber bin aus tiefstem Herzen froh, dass ich hier bin".

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