Paketbomben-Anschläge in Austin: Zwei Tote innerhalb weniger Tage

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Die todbringenden Pakete lagen vor der Eingangstür: Im Abstand von zehn Tagen sind in Austin im US-Bundesstaat Texas zwei Menschen durch Sprengsätze gestorben, die in Päckchen versteckt waren.

Nur wenige Stunden später kam es am Montag zu einer weiteren Explosion in der Stadt. Ein weiterer Mensch sei verletzt worden. Die Polizei geht eigenen Angaben zufolge von einem Zusammenhang zwischen den Vorfällen aus.

Austin - Eine Reihe von explodierten Paketbomben hat die texanische Hauptstadt Austin in ihren Bann gezogen. Die Behörden halten es für möglich, dass weitere bislang unentdeckte Pakete im Umlauf sind. Der 17-Jährige habe ein Paket in die Wohnung getragen und dort geöffnet, teilte die Polizei mit.

Eine 75-jährige Frau hispanischer Herkunft wurde anschließend durch eine Explosion in einem anderen Wohnort verletzt. Die Ermittler vermuteten, dass es eine Verbindung zwischen den Fällen gibt. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die Pakete nicht von der Post oder anderen Anbietern geliefert worden seien, sagte der Polizeichef von Austin, Brian Manley. Die beiden Häuser, in denen die Pakete explodierten, gehörten Afroamerikanern, sagte Manyley.

Das Paket sei vermutlich vor der Haustür abgelegt worden. Durch die Detonation wurde den Polizei-Angaben zufolge ein 39-Jähriger schwer verletzt. Aufgrund der an den verschiedenen Tatorten gesammelten Beweismaterialien sei anzunehmen, "dass diese Vorfälle zueinander in Beziehung stehen". Der Polizeichef rief die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf. Die Besucher der Technikmesse South by Southwest (SXSW) in Austin hätten aber keinen Grund, sich Sorgen zu machen.

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