14-jährige Keira erstochen: Sportverein TSC trauert!

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Berlin - Im Fall der am Mittwoch getöteten Keira (14) hat es nach BILD-Informationen eine Festnahme gegeben - dies bestätigte die Polizei mittlerweile auch auf Twitter.

Die Schülerin war am Mittwochabend mit schweren Verletzungen von ihrer Mutter in der gemeinsamen Wohnung im Stadtteil Alt-Hohenschönhausen gefunden worden.

Vor der Berliner Eisschnelllauf-Halle liegen am Montag rote und weiße Rosen, Kerzen sind aufgestellt. Die 38-jährige Nicole Schumacher, die in der Nähe wohnt, schüttelt den Kopf. "Mich berührt das sehr". Der 15-jährige Schüler legte ein Geständnis ab.

Die tödliche Messerattacke in Berlin ist kein Einzelfall. Rettungssanitäter der Feuerwehr und ein Notarzt versuchten mehr als eine Stunde lang vergeblich, das Leben der Jugendlichen zu retten. Im rheinland-pfälzischen Kandel erstach im Dezember ein Flüchtling seine 15 Jahre alte Ex-Freundin.

Auch der Sportverein von Keira trauert. Besonders die Umstände von Keiras Tod und ihr jugendliches Alter "machen uns fassungslos", hieß es in einer Mitteilung auf der Internetseite des Berliner TSC. Der Verein zeigte sich bestürzt über den Tod der Sportlerin, "gerade weil wir als Berliner TSC e.V. unseren Beitrag für einen fairen und menschlichen Umgang miteinander leisten".

Das Bundeskriminalamt führt keine Statistik, wie oft Minderjährige andere Minderjährige töten. 2016 wurden demnach 92 Kinder und Jugendliche getötet. In rund der Hälfte der Fälle kannten sich Täter und Opfer.

Am Sonntagvormittag wurde ein Verdächtiger in der Wohnung seiner Eltern gefasst. Der 15-Jährige soll am Montag einem Richter vorgeführt werden. Auf ihn waren die Kriminalisten demnach durch Ermittlungen im persönlichen Umfeld des Opfers gekommen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.

Weitere Details könnten aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht veröffentlicht werden, hieß es von der Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Dafür müsste das Motiv klarer werden.

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