Strafzölle: Trump kündigte Gespräche mit der EU an

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US-Präsident Donald Trump hat weitere Gespräche mit der EU über die Handelsstreitigkeiten angekündigt. Die Gespräche mit EU-Vertretern werde Handelsminister Wilbur Ross führen, erklärte er gestern auf Twitter. Dabei solle es um die "Beseitigung der hohen Zölle und Barrieren" gehen, die die EU gegen die USA anwende, schrieb Trump. Diese Praxis sei nicht fair für amerikanische Landwirte und Produzenten. Kompromissbereitschaft gegenüber der EU im Streit über die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium ließ der US-Präsident nicht erkennen. Die EU drohte daraufhin mit Gegenmaßnahmen.

Am Wochenende waren bereits EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in Brüssel zusammengetroffen. Die EU-Kommission prüft etwa Importabgaben auf US-Waren wie Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter. Auf EU-Ebene werde es jedenfalls notwendig sein, "konsequent und gemeinsam Grundlagen zu entwickeln". Er werde "als Waffe" eingesetzt, "um zu drohen und einzuschüchtern". Sie werde sich "gegen Rabauken" im internationalen Handel wehren. Gleichzeitig gebe es aber Bereiche, in denen die USA höhere Zölle erhöben. Dies gelte auch für andere Produkte wie Schuhe, Textilien oder Erdnüsse. Trump stellte auch eine Ausnahmeregelung für Australien in Aussicht. Unterschiedliche Auffassungen müssten "gesprächsweise" gelöst werden, sagte die CDU-Vorsitzende am Montag in Berlin. Merkel kündigte an, dass die Strafzölle, die Trump möglicherweise auch auf die Autoindustrie ausweiten will, Thema beim nächsten EU-Gipfel sein werden. Sie drohte aber zugleich, sollten die USA an ihren einseitigen Importzoll-Plänen festhalten, "dann müssen wir natürlich auch überlegen, wie wir in reziproker Weise darauf antworten können".

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