Juncker verteidigt Selmayrs Berufung als Generalsekretär der EU-Kommission

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Brüssel. Die umstrittene Beförderung seines früheren Kabinettschefs zum Generalsekretär der Kommission hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker jetzt verteidigt.

Die Beförderung des promovierten Juristen Selmayr zum höchsten Beamten der Kommission schlägt in Brüssel Wellen und ist am Montag Thema im EU-Parlament. Die Beförderung habe der "normalen Praxis der Kommission" entsprochen.

Dagegen kritisierten Abgeordnete anderer Fraktionen als der Europäischen Volkspartei, der auch Selmayr angehört, die Ernennung.

Kritiker hatten in dem Fall ein undurchsichtiges Auswahlverfahren bemängelt. Im Straßburger Parlament wird der für Personalfragen zuständige deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

"Bei der Auswahl eines Generalsekretärs spielt weder Nationalität, noch Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei eine Rolle, einzig allein die Befähigung für dieses Amt". Selmayr ist nun für rund 32.000 Beamte zuständig. So hatte sich der bisherige Generalsekretär Alexander Italianer angeblich erst während der Sitzung entschlossen, in Ruhestand zu gehen - und damit den Weg für Selmayr als Nachfolger freizumachen.

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