Fußball-Präsident stürmt mit Pistole Platz - Abbruch

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Thessaloniki - Erneuter Eklat im griechischen Fußball: Das Topspiel zwischen Pokalsieger PAOK Saloniki und Spitzenreiter AEK Athen ist am Sonntagabend beim Stand von 0:0 kurz vor dem Ende untergebrochen worden.

Eine turbulente Woche für PAOK Saloniki.

Daraufhin stürmte der Besitzer und Präsident von Paok Saloniki, Ivan Savvidis, auf das Spielfeld und bedrohte Schiedsrichter und Gegner.

Ivan Savvidis sorgte gegen AEK für einen Spielabbruch. Weitere Aufnahmen belegen, dass Savvidis eine Pistole am Gürtel trug, als er auf den Platz rannte. Das Spitzenspiel gegen Tabellenführer AEK Athen musste sogar abgebrochen werden.

Der Schiedsrichter und seine Assistenten flohen in die Kabinen. Gerüchte, das Spiel könne doch noch fortgesetzt werden, beendete der Schiedsrichter nach etwa einer halben Stunde mit dem offizellen Abbruch. AEK Athen führte bis zu diesem Spiel die Tabelle mit 54 Punkten und zwei Zählern Vorsprung auf PAOK an.

Am 25. Februar war es während des Spiels gegen Olympiakos Piräus zu dem bestraften Zwischenfall gekommen. Das Spiel wurde 3:0 für Olympiakos gewertet. Damals war Gäste-Trainer Oscar Garcia kurz vor Spielbeginn von einer Papierrolle einer Registrierkasse am Kopf getroffen worden.

Im Anschluss hatten wütende PAOK-Fans das TV-Studio des staatlichen Senders ERT 3 gestürmt. Darin stand unter anderem, die Strafe sei "der größte Sportskandal der Geschichte".

Erst am Sonntag hatte der griechische Fussballverband (EPO) die Strafe gegen PAOK wieder reduziert. Die Fans verliessen das Fernsehstudio jedoch friedlich, niemand wurde festgenommen. Es wurde der Abzug von drei Meisterschaftspunkten rückgängig gemacht, zudem der Zuschauerausschluss für zwei Spiele annulliert. Die Geldstrafe in Höhe von 30'000 Euro bleibt aber bestehen.

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