Frankfurt: Kurden protestieren vor türkischen Konsulat

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Zur Verletztenzahl machte sie zunächst keine Angaben.

Mit Kundgebungen in Mühlhausen und Erfurt haben am Wochenende insgesamt rund 100 Kurden gegen die erneuten Angriffe türkischer Truppen auf die syrische Stadt Afrin demonstriert.

Diese Bilanz zog die Polizei am Montag.

Bei rund 500 Menschen hätten die Beamten die Personalien festgestellt.

Die Bundespolizei sprach von einer Auseinandersetzung, die mutmaßlich zwischen Kurden und Türken stattfand. Ein Flughafensprecher sagte, der Flugverkehr sei nicht beeinträchtigt worden, wohl aber die Zu- und Abfahrt vom Terminal.

In Hamburg protestierten etwa 400 Menschen unter anderem vor dem türkischen Generalkonsulat. Dort warfen Teilnehmer demnach Steine gegen die Fassade, die kleinere Schäden verursachten. Auch in Saarbrücken und Kaiserslautern gab es in der Nacht zu Sonntag friedliche Proteste. Inzwischen sollen sich die türkischen Truppen der umkämpften Stadt Afrin bis auf wenige hundert Meter genähert haben. Am frühen Sonntagmorgen hatten Unbekannte fast zeitgleich Brandsätze in eine Berliner Ditib-Moschee und an ein Gebäude des deutsch-türkischen Freundschaftsvereins im nordrhein-westfälischen Meschede geworfen. Bereits am Freitag hatte es einen Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen nahe Heilbronn (Baden-Württemberg) gegeben.

Die türkischen Streitkräfte hatten am 20. Januar eine Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in der syrischen Region Manbidsch gestartet.

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