Ehemaliger Tengelmann-Chef Erivan Haub gestorben

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Mülheim. Erivan Haub, langjähriger Chef der Tengelmann-Gruppe, ist gestorben.

Mülheim/RuhrErivan Haub ist im Alter von 85 Jahren verstorben.

Der Unternehmer galt mit einem geschätzen Vermögen von mehr als vier Milliarden Euro als einer der reichsten Deutschen.

Weniger Tage zuvor hatte Erivan Haub auf seiner Ranch in Pinedale im US-Bundesstaat Wyoming gemeinsam mit seiner Frau Helga die Diamantene Hochzeit gefeiert. Der langjährige Chef der Mülheimer Unternehmensgruppe Tengelmann starb am 6. März im Alter von 85 Jahren in den USA.

Zwischen 1969 und 2000 baute Haub als allein geschäftsführender Gesellschafter die Tengelmann-Gruppe zu einem führenden deutschen Handelskonzern aus, der auch im Ausland seine Spuren hinterließ.

Schon 1971 übernahm Tengelmann unter Haub die Kaiser's Kaffee-Geschäft AG in Viersen. Heute gehören unter anderem die Baumarktkette Obi und Deutschlands größter Textildiscounter Kik dazu. Zuletzt hatte Haubs Sohn Karl-Erivan die Supermärkte der Kette an Edeka verkauft. Mit Vollendung seines 80. Geburtstags zog er sich endgültig ins Privatleben zurück, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

Haub hatte 2000 die Geschäfte an seine Söhne übertragen, saß aber noch im Unternehmensbeirat.

Haub machte neben seinen unternehmerischen Tätigkeiten vor allem mit seinem frühen Engagement für den Umweltschutz von sich reden. 2004 wurde Erivan Haub mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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