Deutsche Bank: DWS Aktien kosten zum IPO bis zu 36 Euro

Einstellen Kommentar Drucken

Der größte japanische Lebensversicherer Nippon Life erwirbt im Zuge der Emission fünf Prozent an der DWS und schließt eine strategische Partnerschaft ab, wie die Deutsche Bank am Sonntag mitteilte.

DWS ist die profitabelste Sparte der Deutschen Bank und lieferte 2017 einen Vorsteuergewinn von 725 Millionen Euro ab.

Mit der Zusammensetzung will die Deutsche Bank offenbar dem Eindruck entgegentreten, dass die neuen Aktionäre, die durch den Verkauf von bis zu 25 Prozent der Anteile an der DWS hinzukommen, zu wenig Gewicht im Aufsichtsrat hätten.

Die Deutsche Bank hat vor knapp einem Jahr angekündigt, die Deutsche Asset Management an die Börse zu bringen und sich von einem Minderheitsanteil zu trennen. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Nicolas Moreau, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und Chef der DWS: "Wir freuen uns sehr, dass wir Nippon Life als Ankerinvestor gewonnen haben". Nippon Life hat sich verpflichtet, fünf Prozent zum Platzierungspreis zu kaufen. "Unsere strategische Partnerschaft steht im Einklang mit unserem Wachstumsfokus in der asiatischen Region und setzt Impulse für weiteres Wachstum". Eine Woche vor Ostern, am 23. März, soll die DWS-Aktie zum ersten Mal gehandelt werden.

Die nun festgelegte Preisspanne für die Aktien entspricht einer Bewertung des Vermögensverwalters zwischen sechs und 7,2 Milliarden Euro.

Die Aktien der Fondsgesellschaft sollen zu einem Preis zwischen 30 und 36 Euro angeboten werden. Intern hatte die Bank mit einer Bewertung zwischen sechs und acht Milliarden Euro kalkuliert. Anleger will die DWS mit einer satten Dividende locken und jährlich 65 bis 75 Prozent des Nettoergebnisses ausschütten. Dem Kontrollgremium des Börsenkandidaten sollen künftig unter anderen Margret Suckale, einst Personalvorstand bei der Deutschen Bahn und dem Chemieriesen BASF, sowie Evonik-Finanzvorstand Ute Wolf angehören. Zudem befürchten manche Investoren, dass das Geldhaus im Falle plötzlichen Kapitalbedarfs weitere DWS-Aktien auf den Markt werfen könnte und ihre Anteile verwässert würden.

Comments